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Der torfigste Whisky der Welt: Bruichladdich Octomore

Bereits 1881 gegründet, wurde die Islay-Destillerie Bruichladdich Ende der 1990er Jahre geschlossen und brannte teilweise aus. Investoren um den ehemaligen Bowmore-Brennmeister Jim McEwan und Mark Reynier kauften die Reste auf, trugen gebrauchtes Equipment zusammen und begannen 2001 wieder zu destillieren. Seither verkauft sich Bruichladdich als „Innovative Hebridean Destillers“ blendend und hat den Whisky-Markt entscheidend verändert. Von jungen Abfüllungen ohne Altersangabe über diverse Standards bis hin zu jeder Menge (Wein-)Fassexperimenten und auch torfigen Abfüllungen (z.B. Port Charlotte) ist praktisch alles erhältlich.

Octomore ist die Bezeichnung für besonders torfige Abfüllungen von Bruichladdich. Der Octomore hält dabei den Rekord für den torfigsten Whisky überhaupt mit 167 ppm (Parts per Million an Phenol am Malz – zum Vergleich: Der Ardbeg TEN hat ca. 85 ppm). Der Whisky ist derzeit nur 5 Jahre alt, jedes Jahr gibt es eine neue Edition, immer stark limitiert und praktisch sofort vergriffen. Die Abfüllung des Jahres 2013 trägt die Bezeichnung Bruichladdich Octomore 06.1 Scottish Barley und ist aus 100% schottischer Gerste hergestellt. Was selbstverständlich klingt, ist es nicht – es wird inzwischen so viel Scotch Whisky produziert, dass Gerste aus anderen Ländern zugekauft werden muss.

Original-Zitat vom Hersteller: „Titanic amounts of peat but with a light, delicate complexity and a beguiling finesse. Young, yet eminently mature, it defies us. It remains an enigma. We embrace that.“

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Jörg Bechtold

Jörg Bechtold

Jörg Bechtold beschäftigt sich seit mehr als 15 Jahren mit Single Malt Whisky. Auf mehreren Reisen nach Schottland hat er Land und Leute kennen gelernt sowie viele Destillerien besucht. Seit 2002 betreibt er die WHISKYFANPAGE.DE, seit 2006 dieses Blog und ist außerdem als Referent für Whisky-Tastings tätig.
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