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Anfang des Jahres hatte ich hier im Blog schon einmal über die einzigartigen Islay Spirited Soaps berichtet. Inzwischen gibt es einen offiziellen Importeur für Deutschland, namentlich TasteWhiskey aus Duisburg, einen der Top50-Whiskyhändler in Deutschland. Die Besitzer Iris und Ralf Gräber haben denn auch gleich mal für eine deutsche Website zu den Seifen gesorgt, die passenderweise unter whiskyseife.de zu finden ist. Dort werden nicht nur die Seifen vorgestellt, sondern auch die Bezugsquellen genannt. Einer Bestellung oder einem Besuch in den Läden steht damit nichts mehr im Wege, oder?
Genau so gut duftend, aber wesentlich essbarer ist Whisky-Marmelade, die es ja inzwischen von vielen Anbietern gibt. Nagelneu ist das Start-up meinefrucht.de, das handgemachte Eigenkompositionen ohne künstliche Zusatzstoffe, Konservierungsstoffe oder Geschmacksverstärker anbietet, dafür mit viel reiner Frucht. Neben Pure-Frucht-, Cocktail- und Kaffeemarmelade gibt es auch Whisky-Marmelade in den Sorten Jack’s Orange (Orange mit Jack Daniels) und Dufftown Adventure (Himbeere mit Glenfiddich). Wer traut sich als erster?
Ebenfalls neu ist der Shop Whisky Raritäten Peter Kupsch, dessen Auswahl wirklich sehenswert ist. Dort lassen sich nicht nur viele alte und sonst nicht mehr erhältliche Abfüllungen finden, sondern auch viele der raren Abfüllungen als Probleflaschen bestellen. Wo findet man das schon sonst?
Last but not least noch der Hinweis auf das nächstes Wochenende in Aschaffenburg stattfindende Whisk(e)y Pur Festival. In der Stadthalle nahe des Bahnhofs treffen sich am 24. und 25. Oktober 2009 wieder die Whisky-Fans des Rhein-Main-Gebiets und aus dem Norden Bayerns, um in gemütlicher Atmosphäre und ohne viel Hektik mit den interessanten Ausstellern ins Gespräch zu kommen oder eines der vielen Seminare zu besuchen.
18. Oktober 2009
Am letzten Wochenende fand die Premiere der Whiskymesse Rüsselsheim im Keller der historischen Festung statt. Schon die Vorankündigung hatte gut geklungen und so machten sich rund 700 Besucher bei herrlichem Spätsommer-Wetter auf den Weg in die 60.000-Einwohnerstadt in der Nähe von Frankfurt.
Vom S-Bahnhof Rüsselsheim ist es ein kleiner Fußmarsch von rund 900 m bis zur Festung, malerisch direkt am Main in unmittelbarer Nähe der Opelvillen gelegen. Wer sich von den Gerüsten an der Außenseite nicht stören läßt, findet im Innenhof nicht nur das Stadt- und Industriemuseum und ein Café, sondern auch einen wunderschönen und richtig großen Gewölbekeller, der für Veranstaltungen aller Art genutzt wird.
Für eine Whiskymesse ist das der perfekte Rahmen. Obwohl bei meiner Ankunft noch kaum was los war waren alle Aussteller bestens gelaunt, nicht nur wegen der großartigen Location sondern auch weil sie im Gegensatz zu anderen Messen geradezu riesige Stände zur Verfügung hatten. Da lassen sich die mitgebrachten Abfüllungen bestens präsentieren und auch bei mehr Andrang ist genügend Platz zum Schauen, Probieren und für Gespräche mit dem Standpersonal.
Passend zum Anspruch und dem Ambiente der Messe waren dann auch nicht die großen, sondern die kleinen unabhängigen Aussteller vertreten. Viele natürlich aus dem Rhein-Main-Gebiet, aber auch entferntere aus dem Rheinland, dem Ruhrgebiet und selbst aus der Hamburger Gegend und aus Kiel. Besonders hat mich gefreut, dass mit Celtic Events und MacMalt auch die Veranstalter der Konkurrenz-Messen aus Aschaffenburg und Hofheim mit vertreten waren.
Meine Entdeckungen auf dieser Messe waren von TheWhiskyChamber ein sehr schöner Glenrothes 13yo und ein noch besserer Linkwood 18yo, beide mit 46%. Von Coopers Choice ein nach Erdbeeren schmeckender Mortlach 1997 sowie ein wundervoll blumiger Knockdhu 1998. Aus der C&S Dram Collection gleich vier tolle Abfüllungen: Ein Vat aus Balvenie und Glefiddich, genannt Two famous Speysiders by a Stream, ein sehr typisch-würziger Tamdhu, ein leicht sherrylastiger The Speyside und ein sehr sherrylastiger Inchmurrin (Loch Lomond!), der zeigt, dass auch aus dieser Destillerie gute Abfüllungen kommen können. Alle vier übrigens zu sehr fairen Preisen um 40 €.
Last but not least konnte ich bei TasteWhiskey den bald erscheinenden Tullamore 10yo probieren, der sehr vielversprechend ist und in ähnlich günstigen Preisregionen angesiedelt sein wird sowie einen guten Jura und einen leckeren Longmorn aus der von ihnen neu vertriebenen Range von James MacArthur, die ebenfalls einen Versuch wert ist.
Auch wenn am Samstag der Besucherandrang etwas verhalten ausfiel, am Sonntag abend waren Besucher wie Aussteller dann doch sehr zufrieden mit der Premiere und haben angekündigt, im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder zu kommen. Meine Glückwünsche an Veranstalter Willi Schildge und sein Team!
Einen Bericht aus Ausstellersicht findet Ihr im Blog von Thomas Ide, weitere Fotos von der Messe in meiner Bildergalerie.
04. Oktober 2009
Vorletztes Wochenende, vom 4.-6. September 2009 fand der 10. Cöpenicker Whisky-Herbst (kurz CWH) statt. Als ich ihn vor ein paar Jahren schon mal besucht hatte, wurde er noch im Innenhof des Rathauses veranstaltet, in dem der durch den Film mit Heinz Rühmann bekannt gewordene Hauptmann von Köpenick sein Unwesen trieb. Der Innenhof wurde mit der Zeit zu eng, und so zog der Whisky-Herbst von ein paar Jahren in die 500 m entfernte freiheit fünfzehn um, eine Art Veranstaltungszentrum (oder neudeutsch: Erlebnisgastonomie) mit Theatersaal, Bar, Biergarten und Restaurantschiff am Ufer der Müggelspree.
Der Ort ist perfekt gewählt, wie die ganze Altstadt von Köpenick (mit K, der Name des CWH bezieht sich auf die alte Schreibweise) einfach wunderschön ist. Im Prinzip ist Alt-Köpenick eine Insel, was nur im Westen durch Müggelspree und Dahme richtig deutlich wird. Im Osten trennt ein kleiner Fluß die Altstadt vom Festland, der aber fast völlig überbaut und nur noch an wenigen Stellen sichtbar ist. Trotzdem steht noch viel alte Bausubstanz und der Rest wurde einigermaßen gut darin eingepasst oder behutsam renoviert. Im Südosten, schon auf der anderen Seite des Flusses, liegt mit dem Kiez das alte Fischerviertel mit einstöckigen Häusern, Kopfsteinpflaster und Stockrosen. Bilder des Ganzen findet ihr in meiner Köpenick-Bildergalerie.
Der Haken an der Sache ist, dass Köpenick zum einen rund 20 km vom Berliner Stadtzentrum entfernt und damit auch ohne S-Bahn-Ausfall nicht ganz zentral liegt. Mit S-Bahn und Straßenbahn oder Bus beträgt die Fahrtzeit vom Ostbahnhof gut 30 min, vom Hauptbahnhof mindestens 45 min. Die Zelte mit den Ständen sind zudem auf der Rasenfläche der freiheit fünfzehn aufgebaut, was einigermaßen schönes Wetter voraussetzt weil es einem sonst a) den Whisky verdünnt und b) man knöcheltief im Matsch steht. Die Veranstalter haben aber offenbar gute Verbindungen nach oben, auch dieses Jahr blieb es abgesehen von einem 10-minütigen Platzregen und abendlichem Nieselregen zumindest Freitag und Samstag einigermaßen trocken und nur Freitag Nacht kurz vor Toreschluss um 23 Uhr fing es stärker an zu Regnen.
Ein Highlight des CWH ist auch immer die Festbühne und dabei besonders die Auftritte von Norma Munro, der „Stimme von Islay“, die auch dieses Jahr wieder mit von der Partie war. Auch die Liste der Aussteller konnte sich sehen lassen, wobei ich besonders Villa Konthor mit ihren hervorragenden Abfüllungen (inkl. Whiskyfair und Daily Dram mit einem tollen Ben Nevis von 1995 für The Nectar mit 55,5%) sowie die trinkenden Holländer von Dutch Connection (haben die wirklich keine Website?) mit ihren Raritäten hervorheben möchte.
Dazu hatte Whiskykanzler Werner Hartwig eine tolle Festivalabfüllung ausgesucht, ein Glendronach Oloroso Cask, der wunderbar ausgewogen und nicht allzu holzig für faire 50 € in Fassstärke zu erwerben war. Fast schon nicht mehr erwähnen muss man Maggie Miller mit ihrem Scotch Single Malt Circle und einem genial-fruchtigen Inchgower 34yo mit 57,1% sowie einem süffigen Old Fettercairn 33yo mit 58,4%, beide leider nicht ganz günstig. Bezahlbarer ein leckerer Tomatin 11yo mit 56,5%. Ansonsten lasse ich auch hier lieber Bilder sprechen: Bildergalerie 10. Cöpenicker Whisky-Herbst.
Die freie Zeit am Freitag Vormittag, der CWH beginnt immer Freitags um 15 Uhr, hatte ich zudem noch zu einem Besuch von zwei Läden im Westen Berlins genutzt:
In der Uhlandstraße am Kurfürstendamm befindet sich mit the N.O.S.E. ein kleines aber sehr feines Spezialgeschäft für Rum, Cachaca, Whisky und einiges mehr. Betreiberin ist die aus diversen Foren als „Krissi“ bekannte Kristina Wolf, die auf dem CWH am Stand des Scotch Single Malt Circle ausgeholfen hat. Die Auswahl ist groß und fernab dessen, was mal im allgemeinen so als Rum kennt und kaufen kann. Vieles davon kann man im Laden probieren und wird mehr als gut beraten, auch durch ihre an diesem Tag anwesende Vertretung von Cachaca-online.de.
Weiter im Süden, in der Hubertusstraße in Steglitz, findet man den JapanShopBerlin, wo es eine im wahrsten Sinne des Wortes bunte Mischung aus Kleidung, Geschirr, Kunst, Manga/Anime, passendem Zubehör, Bücher, Tee und Food gibt. Mein Grund des Besuchs war vor allem die Ecke des SAKE KONTOR BERLIN, die ich als Aussteller auf dem diesjährigen Munich Whisky & Bar Festival kennen gelernt hatte. Dort hatte ich bereits einiges probiert, die extra für meinen Besuch erschienene Geschäftsführerin Susanne Rost hat mir nochmal einige Tipps gegeben die ich dann auch gleich in eine größere Bestellung umgesetzt habe. Demnächst also mehr zu diesem Thema
20. September 2009
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