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Auf seiner Facebook-Fanpage hat Highland Park angekündigt, zukünftig New Make in 35cl-Flaschen mit 50% abzufüllen und zu verkaufen. Rohbrand bekommt man sonst fast nur in den Destillerien direkt bei Tastings angeboten, im Verkauf ist er mit wenigen Ausnahmen kaum zu finden. Mal schauen, ob dieser Schritt einer großen Marke eine neue Marketing-Lawine lostritt. Das WHISKYhost Blog hat sich dazu auch so seine Gedanken gemacht (auf englisch).
Eher an einen Witz musst ich bei der Ankündigung von Jim Beam denken, ihren Bourbon mit Kirscharomen versetzen zu wollen. Das Red Stag (roter Hirsch) genannte Getränk wird erst Mal nur in Amerika verkauft und soll ersten Berichten nach nicht so extrem schmecken wie befürchtet. Erinnert sich noch jemand an Cherry Coke in den späten 80ern? Ich war süchtig nach dem ekelhaften Zeug …
Apropos süß und pappig: Das Blog Let Me Eat Cake macht seinem Namen alle Ehre und testet, ob man den Speyside-Klassiker The Macallan (soviel Zeit muss sein) auch für Glasuren von Donuts und ähnlich süßen Backwaren verwenden kann. Man kann, Rezepte inklusive!
Man(n) kann ist dann auch die Überleitung zu einer Meldung von The Ardbeg Project, dass die von ihrer Serie auf DMAX auch hierzulande bekannten Jungs von Orange County Choppers (oder kurz: OCC) für Ardbeg USA zwei Bikes namens Sprit of Islay und The Beist auf die Räder gestellt haben und mit ihnen auf Tour sind. Vom 21.-27. März sind sie in Dallas zu bewundern, vorher schon unter obigem Link.
Dallas ist leider etwas weit. Kürzer ist der Weg zum Zeitschriftenhändler, um sich das Magazin MOTORRAD zu kaufen, dessen Ausgabe 07/2010 eine Bonus-DVD mit dem 53-minütigen Reisefilm Durch Schottland mit der neuen BMW R 1200 RT beiliegt. Leider bin ich noch nicht dazu gekommen, sie mir auch anzuschauen …
Last but not least noch einmal zurück zu The Macallan (soviel Zeit muss sein). Beim Londoner Luxus-Kaufhaus Harrods kann man im Online-Shop den Macallan Linley Whisky Case bestellen, ein aus edelstem Holz handgefertigtes Whisky-Kabinett mit sechs Macallan Vintages von 1937, 1940, 1948, 1955, 1966 and 1970. Damit man nicht aus der Flasche trinken muss, bekommt man dazu noch sechs Tumbler (!?) aus Kristallglas und einen Zigarren-Humidor, die allesamt auch noch irgendwie in der Kiste Platz finden. Der Preis des Schmuckstücks? Günstige 55.000 Britische Pfund. Bis ich mir das Ding kaufen kann, müsst Ihr trotzdem noch verdammt lange auf die Werbung in diesem Blog klicken
28. März 2010
Anfang des Jahres hatte ich hier im Blog schon einmal über die einzigartigen Islay Spirited Soaps berichtet. Inzwischen gibt es einen offiziellen Importeur für Deutschland, namentlich TasteWhiskey aus Duisburg, einen der Top50-Whiskyhändler in Deutschland. Die Besitzer Iris und Ralf Gräber haben denn auch gleich mal für eine deutsche Website zu den Seifen gesorgt, die passenderweise unter whiskyseife.de zu finden ist. Dort werden nicht nur die Seifen vorgestellt, sondern auch die Bezugsquellen genannt. Einer Bestellung oder einem Besuch in den Läden steht damit nichts mehr im Wege, oder?
Genau so gut duftend, aber wesentlich essbarer ist Whisky-Marmelade, die es ja inzwischen von vielen Anbietern gibt. Nagelneu ist das Start-up meinefrucht.de, das handgemachte Eigenkompositionen ohne künstliche Zusatzstoffe, Konservierungsstoffe oder Geschmacksverstärker anbietet, dafür mit viel reiner Frucht. Neben Pure-Frucht-, Cocktail- und Kaffeemarmelade gibt es auch Whisky-Marmelade in den Sorten Jack’s Orange (Orange mit Jack Daniels) und Dufftown Adventure (Himbeere mit Glenfiddich). Wer traut sich als erster?
Ebenfalls neu ist der Shop Whisky Raritäten Peter Kupsch, dessen Auswahl wirklich sehenswert ist. Dort lassen sich nicht nur viele alte und sonst nicht mehr erhältliche Abfüllungen finden, sondern auch viele der raren Abfüllungen als Probleflaschen bestellen. Wo findet man das schon sonst?
Last but not least noch der Hinweis auf das nächstes Wochenende in Aschaffenburg stattfindende Whisk(e)y Pur Festival. In der Stadthalle nahe des Bahnhofs treffen sich am 24. und 25. Oktober 2009 wieder die Whisky-Fans des Rhein-Main-Gebiets und aus dem Norden Bayerns, um in gemütlicher Atmosphäre und ohne viel Hektik mit den interessanten Ausstellern ins Gespräch zu kommen oder eines der vielen Seminare zu besuchen.
18. Oktober 2009
Am letzten Wochenende fand die Premiere der Whiskymesse Rüsselsheim im Keller der historischen Festung statt. Schon die Vorankündigung hatte gut geklungen und so machten sich rund 700 Besucher bei herrlichem Spätsommer-Wetter auf den Weg in die 60.000-Einwohnerstadt in der Nähe von Frankfurt.
Vom S-Bahnhof Rüsselsheim ist es ein kleiner Fußmarsch von rund 900 m bis zur Festung, malerisch direkt am Main in unmittelbarer Nähe der Opelvillen gelegen. Wer sich von den Gerüsten an der Außenseite nicht stören läßt, findet im Innenhof nicht nur das Stadt- und Industriemuseum und ein Café, sondern auch einen wunderschönen und richtig großen Gewölbekeller, der für Veranstaltungen aller Art genutzt wird.
Für eine Whiskymesse ist das der perfekte Rahmen. Obwohl bei meiner Ankunft noch kaum was los war waren alle Aussteller bestens gelaunt, nicht nur wegen der großartigen Location sondern auch weil sie im Gegensatz zu anderen Messen geradezu riesige Stände zur Verfügung hatten. Da lassen sich die mitgebrachten Abfüllungen bestens präsentieren und auch bei mehr Andrang ist genügend Platz zum Schauen, Probieren und für Gespräche mit dem Standpersonal.
Passend zum Anspruch und dem Ambiente der Messe waren dann auch nicht die großen, sondern die kleinen unabhängigen Aussteller vertreten. Viele natürlich aus dem Rhein-Main-Gebiet, aber auch entferntere aus dem Rheinland, dem Ruhrgebiet und selbst aus der Hamburger Gegend und aus Kiel. Besonders hat mich gefreut, dass mit Celtic Events und MacMalt auch die Veranstalter der Konkurrenz-Messen aus Aschaffenburg und Hofheim mit vertreten waren.
Meine Entdeckungen auf dieser Messe waren von TheWhiskyChamber ein sehr schöner Glenrothes 13yo und ein noch besserer Linkwood 18yo, beide mit 46%. Von Coopers Choice ein nach Erdbeeren schmeckender Mortlach 1997 sowie ein wundervoll blumiger Knockdhu 1998. Aus der C&S Dram Collection gleich vier tolle Abfüllungen: Ein Vat aus Balvenie und Glefiddich, genannt Two famous Speysiders by a Stream, ein sehr typisch-würziger Tamdhu, ein leicht sherrylastiger The Speyside und ein sehr sherrylastiger Inchmurrin (Loch Lomond!), der zeigt, dass auch aus dieser Destillerie gute Abfüllungen kommen können. Alle vier übrigens zu sehr fairen Preisen um 40 €.
Last but not least konnte ich bei TasteWhiskey den bald erscheinenden Tullamore 10yo probieren, der sehr vielversprechend ist und in ähnlich günstigen Preisregionen angesiedelt sein wird sowie einen guten Jura und einen leckeren Longmorn aus der von ihnen neu vertriebenen Range von James MacArthur, die ebenfalls einen Versuch wert ist.
Auch wenn am Samstag der Besucherandrang etwas verhalten ausfiel, am Sonntag abend waren Besucher wie Aussteller dann doch sehr zufrieden mit der Premiere und haben angekündigt, im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder zu kommen. Meine Glückwünsche an Veranstalter Willi Schildge und sein Team!
Einen Bericht aus Ausstellersicht findet Ihr im Blog von Thomas Ide, weitere Fotos von der Messe in meiner Bildergalerie.
04. Oktober 2009
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