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Am letzten Wochenende fand die Premiere der Whiskymesse Rüsselsheim im Keller der historischen Festung statt. Schon die Vorankündigung hatte gut geklungen und so machten sich rund 700 Besucher bei herrlichem Spätsommer-Wetter auf den Weg in die 60.000-Einwohnerstadt in der Nähe von Frankfurt.
Vom S-Bahnhof Rüsselsheim ist es ein kleiner Fußmarsch von rund 900 m bis zur Festung, malerisch direkt am Main in unmittelbarer Nähe der Opelvillen gelegen. Wer sich von den Gerüsten an der Außenseite nicht stören läßt, findet im Innenhof nicht nur das Stadt- und Industriemuseum und ein Café, sondern auch einen wunderschönen und richtig großen Gewölbekeller, der für Veranstaltungen aller Art genutzt wird.
Für eine Whiskymesse ist das der perfekte Rahmen. Obwohl bei meiner Ankunft noch kaum was los war waren alle Aussteller bestens gelaunt, nicht nur wegen der großartigen Location sondern auch weil sie im Gegensatz zu anderen Messen geradezu riesige Stände zur Verfügung hatten. Da lassen sich die mitgebrachten Abfüllungen bestens präsentieren und auch bei mehr Andrang ist genügend Platz zum Schauen, Probieren und für Gespräche mit dem Standpersonal.
Passend zum Anspruch und dem Ambiente der Messe waren dann auch nicht die großen, sondern die kleinen unabhängigen Aussteller vertreten. Viele natürlich aus dem Rhein-Main-Gebiet, aber auch entferntere aus dem Rheinland, dem Ruhrgebiet und selbst aus der Hamburger Gegend und aus Kiel. Besonders hat mich gefreut, dass mit Celtic Events und MacMalt auch die Veranstalter der Konkurrenz-Messen aus Aschaffenburg und Hofheim mit vertreten waren.
Meine Entdeckungen auf dieser Messe waren von TheWhiskyChamber ein sehr schöner Glenrothes 13yo und ein noch besserer Linkwood 18yo, beide mit 46%. Von Coopers Choice ein nach Erdbeeren schmeckender Mortlach 1997 sowie ein wundervoll blumiger Knockdhu 1998. Aus der C&S Dram Collection gleich vier tolle Abfüllungen: Ein Vat aus Balvenie und Glefiddich, genannt Two famous Speysiders by a Stream, ein sehr typisch-würziger Tamdhu, ein leicht sherrylastiger The Speyside und ein sehr sherrylastiger Inchmurrin (Loch Lomond!), der zeigt, dass auch aus dieser Destillerie gute Abfüllungen kommen können. Alle vier übrigens zu sehr fairen Preisen um 40 €.
Last but not least konnte ich bei TasteWhiskey den bald erscheinenden Tullamore 10yo probieren, der sehr vielversprechend ist und in ähnlich günstigen Preisregionen angesiedelt sein wird sowie einen guten Jura und einen leckeren Longmorn aus der von ihnen neu vertriebenen Range von James MacArthur, die ebenfalls einen Versuch wert ist.
Auch wenn am Samstag der Besucherandrang etwas verhalten ausfiel, am Sonntag abend waren Besucher wie Aussteller dann doch sehr zufrieden mit der Premiere und haben angekündigt, im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder zu kommen. Meine Glückwünsche an Veranstalter Willi Schildge und sein Team!
Einen Bericht aus Ausstellersicht findet Ihr im Blog von Thomas Ide, weitere Fotos von der Messe in meiner Bildergalerie.
Am letzten Wochenende fand die Premiere der Whiskymesse Rüsselsheim im Keller der historischen Festung statt. Schon die Vorankündigung hatte gut geklungen und so machten sich rund 700 Besucher bei herrlichem Spätsommer-Wetter auf den Weg in die 60.000-Einwohnerstadt in der Nähe von Frankfurt.
Vom S-Bahnhof Rüsselsheim ist es ein kleiner Fußmarsch von rund 900 m bis zur Festung, malerisch direkt am Main in unmittelbarer Nähe der Opelvillen gelegen. Wer sich von den Gerüsten an der Außenseite nicht stören läßt, findet im Innenhof nicht nur das Stadt- und Industriemuseum und ein Café, sondern auch einen wunderschönen und richtig großen Gewölbekeller, der für Veranstaltungen aller Art genutzt wird.
Für eine Whiskymesse ist das der perfekte Rahmen. Obwohl bei meiner Ankunft noch kaum was los war waren alle Aussteller bestens gelaunt, nicht nur wegen der großartigen Location sondern auch weil sie im Gegensatz zu anderen Messen geradezu riesige Stände zur Verfügung hatten. Da lassen sich die mitgebrachten Abfüllungen bestens präsentieren und auch bei mehr Andrang ist genügend Platz zum Schauen, Probieren und für Gespräche mit dem Standpersonal.
Passend zum Anspruch und dem Ambiente der Messe waren dann auch nicht die großen, sondern die kleinen unabhängigen Aussteller vertreten. Viele natürlich aus dem Rhein-Main-Gebiet, aber auch entferntere aus dem Rheinland, dem Ruhrgebiet und selbst aus der Hamburger Gegend und aus Kiel. Besonders hat mich gefreut, dass mit Celtic Events und MacMalt auch die Veranstalter der Konkurrenz-Messen aus Aschaffenburg und Hofheim mit vertreten waren.
Meine Entdeckungen auf dieser Messe waren von TheWhiskyChamber ein sehr schöner Glenrothes 13yo und ein noch besserer Linkwood 18yo, beide mit 46%. Von Coopers Choice ein nach Erdbeeren schmeckender Mortlach 1997 sowie ein wundervoll blumiger Knockdhu 1998. Aus der C&S Dram Collection gleich vier tolle Abfüllungen: Ein Vat aus Balvenie und Glefiddich, genannt Two famous Speysiders by a Stream, ein sehr typisch-würziger Tamdhu, ein leicht sherrylastiger The Speyside und ein sehr sherrylastiger Inchmurrin (Loch Lomond!), der zeigt, dass auch aus dieser Destillerie gute Abfüllungen kommen können. Alle vier übrigens zu sehr fairen Preisen um 40 €.
Last but not least konnte ich bei TasteWhiskey den bald erscheinenden Tullamore 10yo probieren, der sehr vielversprechend ist und in ähnlich günstigen Preisregionen angesiedelt sein wird sowie einen guten Jura und einen leckeren Longmorn aus der von ihnen neu vertriebenen Range von James MacArthur, die ebenfalls einen Versuch wert ist.
Auch wenn am Samstag der Besucherandrang etwas verhalten ausfiel, am Sonntag abend waren Besucher wie Aussteller dann doch sehr zufrieden mit der Premiere und haben angekündigt, im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder zu kommen. Meine Glückwünsche an Veranstalter Willi Schildge und sein Team!
Einen Bericht aus Ausstellersicht findet Ihr im Blog von Thomas Ide, weitere Fotos von der Messe in meiner Bildergalerie.
04. Oktober 2009
Vorletztes Wochenende, vom 4.-6. September 2009 fand der 10. Cöpenicker Whisky-Herbst (kurz CWH) statt. Als ich ihn vor ein paar Jahren schon mal besucht hatte, wurde er noch im Innenhof des Rathauses veranstaltet, in dem der durch den Film mit Heinz Rühmann bekannt gewordene Hauptmann von Köpenick sein Unwesen trieb. Der Innenhof wurde mit der Zeit zu eng, und so zog der Whisky-Herbst von ein paar Jahren in die 500 m entfernte freiheit fünfzehn um, eine Art Veranstaltungszentrum (oder neudeutsch: Erlebnisgastonomie) mit Theatersaal, Bar, Biergarten und Restaurantschiff am Ufer der Müggelspree.
Der Ort ist perfekt gewählt, wie die ganze Altstadt von Köpenick (mit K, der Name des CWH bezieht sich auf die alte Schreibweise) einfach wunderschön ist. Im Prinzip ist Alt-Köpenick eine Insel, was nur im Westen durch Müggelspree und Dahme richtig deutlich wird. Im Osten trennt ein kleiner Fluß die Altstadt vom Festland, der aber fast völlig überbaut und nur noch an wenigen Stellen sichtbar ist. Trotzdem steht noch viel alte Bausubstanz und der Rest wurde einigermaßen gut darin eingepasst oder behutsam renoviert. Im Südosten, schon auf der anderen Seite des Flusses, liegt mit dem Kiez das alte Fischerviertel mit einstöckigen Häusern, Kopfsteinpflaster und Stockrosen. Bilder des Ganzen findet ihr in meiner Köpenick-Bildergalerie.
Der Haken an der Sache ist, dass Köpenick zum einen rund 20 km vom Berliner Stadtzentrum entfernt und damit auch ohne S-Bahn-Ausfall nicht ganz zentral liegt. Mit S-Bahn und Straßenbahn oder Bus beträgt die Fahrtzeit vom Ostbahnhof gut 30 min, vom Hauptbahnhof mindestens 45 min. Die Zelte mit den Ständen sind zudem auf der Rasenfläche der freiheit fünfzehn aufgebaut, was einigermaßen schönes Wetter voraussetzt weil es einem sonst a) den Whisky verdünnt und b) man knöcheltief im Matsch steht. Die Veranstalter haben aber offenbar gute Verbindungen nach oben, auch dieses Jahr blieb es abgesehen von einem 10-minütigen Platzregen und abendlichem Nieselregen zumindest Freitag und Samstag einigermaßen trocken und nur Freitag Nacht kurz vor Toreschluss um 23 Uhr fing es stärker an zu Regnen.
Ein Highlight des CWH ist auch immer die Festbühne und dabei besonders die Auftritte von Norma Munro, der „Stimme von Islay“, die auch dieses Jahr wieder mit von der Partie war. Auch die Liste der Aussteller konnte sich sehen lassen, wobei ich besonders Villa Konthor mit ihren hervorragenden Abfüllungen (inkl. Whiskyfair und Daily Dram mit einem tollen Ben Nevis von 1995 für The Nectar mit 55,5%) sowie die trinkenden Holländer von Dutch Connection (haben die wirklich keine Website?) mit ihren Raritäten hervorheben möchte.
Dazu hatte Whiskykanzler Werner Hartwig eine tolle Festivalabfüllung ausgesucht, ein Glendronach Oloroso Cask, der wunderbar ausgewogen und nicht allzu holzig für faire 50 € in Fassstärke zu erwerben war. Fast schon nicht mehr erwähnen muss man Maggie Miller mit ihrem Scotch Single Malt Circle und einem genial-fruchtigen Inchgower 34yo mit 57,1% sowie einem süffigen Old Fettercairn 33yo mit 58,4%, beide leider nicht ganz günstig. Bezahlbarer ein leckerer Tomatin 11yo mit 56,5%. Ansonsten lasse ich auch hier lieber Bilder sprechen: Bildergalerie 10. Cöpenicker Whisky-Herbst.
Die freie Zeit am Freitag Vormittag, der CWH beginnt immer Freitags um 15 Uhr, hatte ich zudem noch zu einem Besuch von zwei Läden im Westen Berlins genutzt:
In der Uhlandstraße am Kurfürstendamm befindet sich mit the N.O.S.E. ein kleines aber sehr feines Spezialgeschäft für Rum, Cachaca, Whisky und einiges mehr. Betreiberin ist die aus diversen Foren als „Krissi“ bekannte Kristina Wolf, die auf dem CWH am Stand des Scotch Single Malt Circle ausgeholfen hat. Die Auswahl ist groß und fernab dessen, was mal im allgemeinen so als Rum kennt und kaufen kann. Vieles davon kann man im Laden probieren und wird mehr als gut beraten, auch durch ihre an diesem Tag anwesende Vertretung von Cachaca-online.de.
Weiter im Süden, in der Hubertusstraße in Steglitz, findet man den JapanShopBerlin, wo es eine im wahrsten Sinne des Wortes bunte Mischung aus Kleidung, Geschirr, Kunst, Manga/Anime, passendem Zubehör, Bücher, Tee und Food gibt. Mein Grund des Besuchs war vor allem die Ecke des SAKE KONTOR BERLIN, die ich als Aussteller auf dem diesjährigen Munich Whisky & Bar Festival kennen gelernt hatte. Dort hatte ich bereits einiges probiert, die extra für meinen Besuch erschienene Geschäftsführerin Susanne Rost hat mir nochmal einige Tipps gegeben die ich dann auch gleich in eine größere Bestellung umgesetzt habe. Demnächst also mehr zu diesem Thema
Vorletztes Wochenende, vom 4.-6. September 2009 fand der 10. Cöpenicker Whisky-Herbst (kurz CWH) statt. Als ich ihn vor ein paar Jahren schon mal besucht hatte, wurde er noch im Innenhof des Rathauses veranstaltet, in dem der durch den Film mit Heinz Rühmann bekannt gewordene Hauptmann von Köpenick sein Unwesen trieb. Der Innenhof wurde mit der Zeit zu eng, und so zog der Whisky-Herbst von ein paar Jahren in die 500 m entfernte freiheit fünfzehn um, eine Art Veranstaltungszentrum (oder neudeutsch: Erlebnisgastonomie) mit Theatersaal, Bar, Biergarten und Restaurantschiff am Ufer der Müggelspree.
Der Ort ist perfekt gewählt, wie die ganze Altstadt von Köpenick (mit K, der Name des CWH bezieht sich auf die alte Schreibweise) einfach wunderschön ist. Im Prinzip ist Alt-Köpenick eine Insel, was nur im Westen durch Müggelspree und Dahme richtig deutlich wird. Im Osten trennt ein kleiner Fluß die Altstadt vom Festland, der aber fast völlig überbaut und nur noch an wenigen Stellen sichtbar ist. Trotzdem steht noch viel alte Bausubstanz und der Rest wurde einigermaßen gut darin eingepasst oder behutsam renoviert. Im Südosten, schon auf der anderen Seite des Flusses, liegt mit dem Kiez das alte Fischerviertel mit einstöckigen Häusern, Kopfsteinpflaster und Stockrosen. Bilder des Ganzen findet ihr in meiner Köpenick-Bildergalerie.
Der Haken an der Sache ist, dass Köpenick zum einen rund 20 km vom Berliner Stadtzentrum entfernt und damit auch ohne S-Bahn-Ausfall nicht ganz zentral liegt. Mit S-Bahn und Straßenbahn oder Bus beträgt die Fahrtzeit vom Ostbahnhof gut 30 min, vom Hauptbahnhof mindestens 45 min. Die Zelte mit den Ständen sind zudem auf der Rasenfläche der freiheit fünfzehn aufgebaut, was einigermaßen schönes Wetter voraussetzt weil es einem sonst a) den Whisky verdünnt und b) man knöcheltief im Matsch steht. Die Veranstalter haben aber offenbar gute Verbindungen nach oben, auch dieses Jahr blieb es abgesehen von einem 10-minütigen Platzregen und abendlichem Nieselregen zumindest Freitag und Samstag einigermaßen trocken und nur Freitag Nacht kurz vor Toreschluss um 23 Uhr fing es stärker an zu Regnen.
Ein Highlight des CWH ist auch immer die Festbühne und dabei besonders die Auftritte von Norma Munro, der „Stimme von Islay“, die auch dieses Jahr wieder mit von der Partie war. Auch die Liste der Aussteller konnte sich sehen lassen, wobei ich besonders Villa Konthor mit ihren hervorragenden Abfüllungen (inkl. Whiskyfair und Daily Dram mit einem tollen Ben Nevis von 1995 für The Nectar mit 55,5%) sowie die trinkenden Holländer von Dutch Connection (haben die wirklich keine Website?) mit ihren Raritäten hervorheben möchte.
Dazu hatte Whiskykanzler Werner Hartwig eine tolle Festivalabfüllung ausgesucht, ein Glendronach Oloroso Cask, der wunderbar ausgewogen und nicht allzu holzig für faire 50 € in Fassstärke zu erwerben war. Fast schon nicht mehr erwähnen muss man Maggie Miller mit ihrem Scotch Single Malt Circle und einem genial-fruchtigen Inchgower 34yo mit 57,1% sowie einem süffigen Old Fettercairn 33yo mit 58,4%, beide leider nicht ganz günstig. Bezahlbarer ein leckerer Tomatin 11yo mit 56,5%. Ansonsten lasse ich auch hier lieber Bilder sprechen: Bildergalerie 10. Cöpenicker Whisky-Herbst.
Die freie Zeit am Freitag Vormittag, der CWH beginnt immer Freitags um 15 Uhr, hatte ich zudem noch zu einem Besuch von zwei Läden im Westen Berlins genutzt:
In der Uhlandstraße am Kurfürstendamm befindet sich mit the N.O.S.E. ein kleines aber sehr feines Spezialgeschäft für Rum, Cachaca, Whisky und einiges mehr. Betreiberin ist die aus diversen Foren als „Krissi“ bekannte Kristina Wolf, die auf dem CWH am Stand des Scotch Single Malt Circle ausgeholfen hat. Die Auswahl ist groß und fernab dessen, was mal im allgemeinen so als Rum kennt und kaufen kann. Vieles davon kann man im Laden probieren und wird mehr als gut beraten, auch durch ihre an diesem Tag anwesende Vertretung von Cachaca-online.de.
Weiter im Süden, in der Hubertusstraße in Steglitz, findet man den JapanShopBerlin, wo es eine im wahrsten Sinne des Wortes bunte Mischung aus Kleidung, Geschirr, Kunst, Manga/Anime, passendem Zubehör, Bücher, Tee und Food gibt. Mein Grund des Besuchs war vor allem die Ecke des SAKE KONTOR BERLIN, die ich als Aussteller auf dem diesjährigen Munich Whisky & Bar Festival kennen gelernt hatte. Dort hatte ich bereits einiges probiert, die extra für meinen Besuch erschienene Geschäftsführerin Susanne Rost hat mir nochmal einige Tipps gegeben die ich dann auch gleich in eine größere Bestellung umgesetzt habe. Demnächst also mehr zu diesem Thema ;)
20. September 2009
Nagelneu ist die Seite arrancollector.de, auf der Rechtsanwalt Jens Steinert aus Lichtenstein in Sachsen seine umfangreiche Arran-Sammlung vorstellt. Seit Ihrer Gründung hat diese Destillerie ja nichts unversucht gelassen, die Geldbörsen von Trinkern wie Sammlern durch immer neue Fass-Experimente zu strapazieren. Umso erstaunlicher, dass Jens Steinert es geschafft hat, eine mehr oder weniger vollständige Sammlung zusammenzutragen. Auf der Website stellt er die Destillerie vor, hält (was auch sonst als Anwalt) ein Plädoyer für Arran und stellt die Sammlung in Wort und Bild Video sowie als Excel-Liste vor. Ergänzt wird das Ganze durch eine Liebeserklärung an Schottland sowie Fotos seiner Urlaube im Land des Single Malts sowie Informationen und Bilder zu dem in seinem Keller regelmäßig abgehaltenen Sachsentasting.
Ebenfalls mit der Lizenz zum Geld drucken gesegnet ist Marcel van Gils, Zahnarzt in den Niederlanden. Unter laphroaigcollector.com findet sich eine mit den schönen Bildern von Hans Dillesse garnierte Seite mit vielfältigen Infos, darunter auch Hinweise auf verbreitete Fälschungen sowie die HRH Casks, Fässer der königlichen Famile, da der Lahproaig 15 Jahre bekanntlich der Lieblingswhisky von Prince Charles ist. Ein Fotoalbum der Destillerie rundet das Ganze ab. Wenn man sich mal daran gewöhnt hat, dass man sich auf der Seite einen Wolf scrollt, kann man dort einige Zeit verbringen und immer wieder etwas neues finden.
Sammler haben in der Whisky-Szene nicht immer den besten Ruf, da Ihre Sammelleidenschaft einen gewissen Teil zu der allgemeinen Preissteigerung beiträgt und viele durchaus zu recht der Meinung sind, dass Whisky zum Trinken und nicht zum Sammeln hergestellt wird. Nichtsdestotrotz finden sich gerade unter den Sammlern oft die wahren Insider, da sie wie besessen alle Infos zusammentragen und manchmal mehr über eine Brennerei wissen als deren aktuelle Mitarbeiter, geschweige denn die Marketingabteilungen der großen Konzerne. Wenn sie diese Infos dann noch in Form informativer Internetseiten an die Fangemeinde weitergeben kann man sich darüber eigentlich nur freuen.
Nagelneu ist die Seite arrancollector.de, auf der Rechtsanwalt Jens Steinert aus Lichtenstein in Sachsen seine umfangreiche Arran-Sammlung vorstellt. Seit Ihrer Gründung hat diese Destillerie ja nichts unversucht gelassen, die Geldbörsen von Trinkern wie Sammlern durch immer neue Fass-Experimente zu strapazieren. Umso erstaunlicher, dass Jens Steinert es geschafft hat, eine mehr oder weniger vollständige Sammlung zusammenzutragen. Auf der Website stellt er die Destillerie vor, hält (was auch sonst als Anwalt) ein Plädoyer für Arran und stellt die Sammlung in Wort und Bild Video sowie als Excel-Liste vor. Ergänzt wird das Ganze durch eine Liebeserklärung an Schottland sowie Fotos seiner Urlaube im Land des Single Malts sowie Informationen und Bilder zu dem in seinem Keller regelmäßig abgehaltenen Sachsentasting.
Ebenfalls mit der Lizenz zum Geld drucken gesegnet ist Marcel van Gils, Zahnarzt in den Niederlanden. Unter laphroaigcollector.com findet sich eine mit den schönen Bildern von Hans Dillesse garnierte Seite mit vielfältigen Infos, darunter auch Hinweise auf verbreitete Fälschungen sowie die HRH Casks, Fässer der königlichen Famile, da der Lahproaig 15 Jahre bekanntlich der Lieblingswhisky von Prince Charles ist. Ein Fotoalbum der Destillerie rundet das Ganze ab. Wenn man sich mal daran gewöhnt hat, dass man sich auf der Seite einen Wolf scrollt, kann man dort einige Zeit verbringen und immer wieder etwas neues finden.
Sammler haben in der Whisky-Szene nicht immer den besten Ruf, da Ihre Sammelleidenschaft einen gewissen Teil zu der allgemeinen Preissteigerung beiträgt und viele durchaus zu recht der Meinung sind, dass Whisky zum Trinken und nicht zum Sammeln hergestellt wird. Nichtsdestotrotz finden sich gerade unter den Sammlern oft die wahren Insider, da sie wie besessen alle Infos zusammentragen und manchmal mehr über eine Brennerei wissen als deren aktuelle Mitarbeiter, geschweige denn die Marketingabteilungen der großen Konzerne. Wenn sie diese Infos dann noch in Form informativer Internetseiten an die Fangemeinde weitergeben kann man sich darüber eigentlich nur freuen.
06. September 2009
Letztes Wochenende war Sommeranfang und hier im wilden Süden Deutschlands steigen die Temperaturen. Genau richtig für die inzwischen auch schon wieder 4. International Highland Games Angelbachtal im Schlosspark Eichtersheim am 11. und 12. Juli 2009.
An den beiden Tagen gibt es nicht nur das übliche Programm mit Baumstammwerfen, Hammerwurf, Tauziehen und ähnlichem, sondern auch typisch schottische Köstlichkeiten wie Haggis und Fish & Chips sowie ein Rahmenprogramm mit Dudelsack, Bands und allerlei anderem. Es lohnt sich!
Der Mannheimer Whiskystammtisch, regulär wieder am Freitag den 17.07.2009 in der Algonquinbar anzutreffen, nutzt denn auch die Chance und legt am Sonntag den 12. Juli einen Ausflug ins nahe gelegene Angelbachtal ein. Und auch ich werde vermutlich am Sonntag dort auftauchen.
Abtauchen wird dagegen das WHISKYFANBLOG, und zwar zur turnusgemäßen Sommerpause im Juli und August. Die Besucherzahlen gehen da eh in den Keller und ich außerdem in Urlaub (leider keine zwei Monate lang …). Die Rückmeldung wird dann im September erfolgen, wo vom 04.-06.09.2009 der sprichwörtliche Whisky-Herbst in Berlin-Cöpenick beginnt.
Diese und alle weiteren Termine findet Ihr wie immer auch topaktuell unter www.whiskymessen.de.
Um die Sommerpause zu überbrücken möchte ich Euch noch auf zwei neue Artikel in meinem WHISKYFANSHOP hinweisen:
Von Charles MacLean gibt es ein neues Buch mit dem Titel MacLean’s Whiskypedia, in dem er die typischen Charakteristika der einzelnen schottischen Brennereien erklärt und anhand der Produktionsprozesse erläutert. Das Buch ist nur in englisch erschienen und kostet 18,99 €.
Auf deutsch und von Kai Schwind ist in der Reihe GEOPHON außerdem ein Hörbuch erschienen, das Schottland: Eine akustische Reise zwischen Edinburgh und Shetland heißt, in 70 Minuten auch genau das bietet und mit 15,90 € zudem bezahlbar geraten ist. Ein 24-seitiges Booklet mit Karten und Bildern bietet dabei auch visuelle Orientierung.
Letztes Wochenende war Sommeranfang und hier im wilden Süden Deutschlands steigen die Temperaturen. Genau richtig für die inzwischen auch schon wieder 4. International Highland Games Angelbachtal im Schlosspark Eichtersheim am 11. und 12. Juli 2009.
An den beiden Tagen gibt es nicht nur das übliche Programm mit Baumstammwerfen, Hammerwurf, Tauziehen und ähnlichem, sondern auch typisch schottische Köstlichkeiten wie Haggis und Fish & Chips sowie ein Rahmenprogramm mit Dudelsack, Bands und allerlei anderem. Es lohnt sich!
Der Mannheimer Whiskystammtisch, regulär wieder am Freitag den 17.07.2009 in der Algonquinbar anzutreffen, nutzt denn auch die Chance und legt am Sonntag den 12. Juli einen Ausflug ins nahe gelegene Angelbachtal ein. Und auch ich werde vermutlich am Sonntag dort auftauchen.
Abtauchen wird dagegen das WHISKYFANBLOG, und zwar zur turnusgemäßen Sommerpause im Juli und August. Die Besucherzahlen gehen da eh in den Keller und ich außerdem in Urlaub (leider keine zwei Monate lang ...). Die Rückmeldung wird dann im September erfolgen, wo vom 04.-06.09.2009 der sprichwörtliche Whisky-Herbst in Berlin-Cöpenick beginnt.
Diese und alle weiteren Termine findet Ihr wie immer auch topaktuell unter www.whiskymessen.de.
Um die Sommerpause zu überbrücken möchte ich Euch noch auf zwei neue Artikel in meinem WHISKYFANSHOP hinweisen:
Von Charles MacLean gibt es ein neues Buch mit dem Titel MacLean's Whiskypedia, in dem er die typischen Charakteristika der einzelnen schottischen Brennereien erklärt und anhand der Produktionsprozesse erläutert. Das Buch ist nur in englisch erschienen und kostet 18,99 €.
Auf deutsch und von Kai Schwind ist in der Reihe GEOPHON außerdem ein Hörbuch erschienen, das Schottland: Eine akustische Reise zwischen Edinburgh und Shetland heißt, in 70 Minuten auch genau das bietet und mit 15,90 € zudem bezahlbar geraten ist. Ein 24-seitiges Booklet mit Karten und Bildern bietet dabei auch visuelle Orientierung.
28. Juni 2009
Diese Woche gibt es mal keinen langen Bericht zu einem Thema, sondern einen Rundumschlag zu alle dem, was in letzter Zeit so passiert ist:
Als Reaktion auf Lidls Britische Woche hat sich das Ettlinger Tor Center in meiner Heimatstadt Karlsruhe very british geschmückt und in den unteren Stockwerken Oldtimer (die auf englisch übrigens „vintage cars“ heißen) von Mini, Jaguar, Aston Martin, Austin Morris und ähnlichem aufgestellt und dazu noch sehr schön mit passenden Accessoires dekoriert. Im Untergeschoß (neudeutsch Basement genannt) gibt es dazu einen kleinen Shop mit britischen Lebensmitteln vom Piccadilly English Shop und Single Malts von Best-Whisky. Durchaus sehenswert das Ganze.
Beim Online-Shop whiskyundspirituosen.de gibt es ab sofort in eine Happy Hour, bei der es immer ein Produkt besonders günstig gibt. Sie dauert 1-6 Stunden, so lange der Vorrat reicht. Da der Zeitpunkt nicht festgelegt ist, müsst Ihr immer mal wieder reinschauen.
Apropos reinschauen – Heinz Fesl hat nicht nur den Titel seines neuen Foto-Kalenders bekanntgegeben, sondern ihn auch gleich zum Anschauen auf seine Website gestellt: Secrets of the Scottish Isles 2010. Wie nicht anders zu erwarten lohnt es sich auch nächstes Jahr wieder, die knapp 30 EUR auszugeben.
Maker’s Mark (ein guter und günstiger Bourbon) hat eine Eventreihe in deutschen Städten gestartet. Von April bis Juni 2009 erleben die Gäste ausgewählter Maker’s Mark Embassy Bars an sieben Abenden exklusive Live-Auftritte aus den Genres Musik und Literatur. In intimer Atmosphäre erleben die Gäste den Auftritt des Künstlers hautnah und haben anschließend die Möglichkeit zum persönlichen Gespräch. Letzte Möglichkeit dazu: 18. Juni 2009, Riverkasematten, Hamburg, 20 Uhr. Mehr Infos auf der eigens eingerichteten MySpace-Seite.
Malt Whisky Ambassador Ralf Großmann hat unter malt-whisky.eu eine neue Seite gestartet, die tiefe Einblicke in Herstellung und Genuß von Single Malt Whisky bietet. Das Besondere daran sind die vielen PDF-Downloads mit Detailinfos zu den einzelnen Themen. Das Ganze gibt es nicht nur auf deutsch, sondern auch in englisch und französisch.
Noch under construction ist dagegen The Ardbeg Project, bei dem sich bekannte Ardbeg-Sammler zusammengetan haben, um ein Verzeichnis aller Ardbeg-Abfüllungen zu erstellen. Langweilig dürfte ihnen dabei nicht werden.
Last but not least habe ich mir angeregt durch eine israelische Followerin auf Twitter mit hebräischem Whisky-Blog die Frage gestellt, ob Single Malt Whisky eigentlich koscher ist. Die Antwort ist nicht ganz so einfach, wie man bei CelticMalts auf englisch nachlesen kann. Auf deutsch zusammengefasst: Single Malt im Prinzip ja, sofern er nicht in Weinfässern gelagert wurde (das umfasst auch Sherry, Port, Madeira & Co.). Blended Whisky eher nein, weil man nicht weiß was alles drin ist. Interessant ist der Artikel auch deshalb, weil man mal erfährt, was in verschiedenen Ländern so alles an Zusatzstoffen erlaubt ist. Ich bleibe dann doch lieber bei den Schotten …
Diese Woche gibt es mal keinen langen Bericht zu einem Thema, sondern einen Rundumschlag zu alle dem, was in letzter Zeit so passiert ist:
Als Reaktion auf Lidls Britische Woche hat sich das Ettlinger Tor Center in meiner Heimatstadt Karlsruhe very british geschmückt und in den unteren Stockwerken Oldtimer (die auf englisch übrigens „vintage cars“ heißen) von Mini, Jaguar, Aston Martin, Austin Morris und ähnlichem aufgestellt und dazu noch sehr schön mit passenden Accessoires dekoriert. Im Untergeschoß (neudeutsch Basement genannt) gibt es dazu einen kleinen Shop mit britischen Lebensmitteln vom Piccadilly English Shop und Single Malts von Best-Whisky. Durchaus sehenswert das Ganze.
Beim Online-Shop whiskyundspirituosen.de gibt es ab sofort in eine Happy Hour, bei der es immer ein Produkt besonders günstig gibt. Sie dauert 1-6 Stunden, so lange der Vorrat reicht. Da der Zeitpunkt nicht festgelegt ist, müsst Ihr immer mal wieder reinschauen.
Apropos reinschauen - Heinz Fesl hat nicht nur den Titel seines neuen Foto-Kalenders bekanntgegeben, sondern ihn auch gleich zum Anschauen auf seine Website gestellt: Secrets of the Scottish Isles 2010. Wie nicht anders zu erwarten lohnt es sich auch nächstes Jahr wieder, die knapp 30 EUR auszugeben.
Maker's Mark (ein guter und günstiger Bourbon) hat eine Eventreihe in deutschen Städten gestartet. Von April bis Juni 2009 erleben die Gäste ausgewählter Maker’s Mark Embassy Bars an sieben Abenden exklusive Live-Auftritte aus den Genres Musik und Literatur. In intimer Atmosphäre erleben die Gäste den Auftritt des Künstlers hautnah und haben anschließend die Möglichkeit zum persönlichen Gespräch. Letzte Möglichkeit dazu: 18. Juni 2009, Riverkasematten, Hamburg, 20 Uhr. Mehr Infos auf der eigens eingerichteten MySpace-Seite.
Malt Whisky Ambassador Ralf Großmann hat unter malt-whisky.eu eine neue Seite gestartet, die tiefe Einblicke in Herstellung und Genuß von Single Malt Whisky bietet. Das Besondere daran sind die vielen PDF-Downloads mit Detailinfos zu den einzelnen Themen. Das Ganze gibt es nicht nur auf deutsch, sondern auch in englisch und französisch.
Noch under construction ist dagegen The Ardbeg Project, bei dem sich bekannte Ardbeg-Sammler zusammengetan haben, um ein Verzeichnis aller Ardbeg-Abfüllungen zu erstellen. Langweilig dürfte ihnen dabei nicht werden.
Last but not least habe ich mir angeregt durch eine israelische Followerin auf Twitter mit hebräischem Whisky-Blog die Frage gestellt, ob Single Malt Whisky eigentlich koscher ist. Die Antwort ist nicht ganz so einfach, wie man bei CelticMalts auf englisch nachlesen kann. Auf deutsch zusammengefasst: Single Malt im Prinzip ja, sofern er nicht in Weinfässern gelagert wurde (das umfasst auch Sherry, Port, Madeira & Co.). Blended Whisky eher nein, weil man nicht weiß was alles drin ist. Interessant ist der Artikel auch deshalb, weil man mal erfährt, was in verschiedenen Ländern so alles an Zusatzstoffen erlaubt ist. Ich bleibe dann doch lieber bei den Schotten ...
07. Juni 2009
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