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malt’n'more: Whisky-Pralinen mit Club-Abfüllungen

Vergangene Woche habe ich den Whisky-Club malt’n'more e.V. in Waldbronn bei Karlsruhe besucht. Eingeladen hatte mich Schatzmeister Stefan Schneeberger als Reaktion auf meinen Artikel über die Tiroler Edle Whisky Edition von Anfang Februar.

Der Vorstand von malt'n'more in seinem Clubraum (c) malt-n-more.deDer seit 2006 bestehende Club ist nicht nur sehr aktiv in Sachen Tastings und Whisky-Menüs, sondern hat auch bereits seine zweite Club-Abfüllung am Start, einen 10jährigen Aultmore Single Cask (Cask 2618, 1998-2008, 55%), der wie schon die erste Abfüllung in Kooperation mit Macgregor’s Whisky Cellar in Sinsheim entstanden ist. Von diesen beiden Abfüllungen haben sie nun ein paar Flaschen geopfert um zusammen mit Konditor Mario Köhler aus Ubstadt-Weiher Whisky-Pralinen herzustellen. Im Clubraum im Dachgeschoss des Lindenbräu in Waldbronn-Reichenbach durfte ich sie zusammen mit der aktuellen Club-Abfüllung in Augenschein nehmen und natürlich auch probieren.

Der Aultmore ist ein hervorragendes Beispiel für eine tolle Abfüllung einer eher unbekannten Brennerei. Der Sherry-Einfluss schlägt sich zwar stark in Farbe und fruchtigem Geschmack nieder, aber ohne den sonst oft störenden holzig-verbrannnten Nachgeschmack, den viele Sherry-Fässer hinterlassen. Entsprechend gut passt der Whisky auch zur Schokolade.

Die Aultmore-Pralinen (c) whiskyfanblog.deDie Pralinen sind mit viel Liebe gemachte, klassische Trüffel in runder fester Schokohülle mit cremiger Füllung, die den Whisky deutlich spüren lässt. In der 4er-Packung befinden sich immer zwei helle Trüffel mit einem Deckel, auf dem das Club-Logo aufgedruckt ist sowie zwei dunkle Trüffel, die mit Goldstaub bepudert sind. Der transparente Deckel bringt das Ganze entsprechend zur Geltung. Dazu gibt es noch eine zweite Sorte mit der ersten Club-Abfüllung, einem ebenfalls 10jährigen Islay Heavily Peated aus einer nicht genannten Brennerei. Torf und Schokolade? Aber ja, das geht wunderbar!

Weitere Infos über die Club-Abfüllung und die Whisky-Pralinen bekommt Ihr auf der Website von malt’n'more unter dem Menüpunkt Club-Shop. Der Aultmore kostet 54 € (Mitglieder 49 €), die Pralinen pro Sorte im 4er-Pack 6 € (Mitglieder 4 €).




08. März 2009

The World of Single Malt oder das Gute liegt so nah …

The World of Single Malt (c) genuss-company.comSeit Langem rege ich mich darüber auf, dass es in meiner Heimatstadt Karlsruhe keinen gescheiten Whisky-Shop gibt. Wir haben die Spirituosenabteilung von Karstadt, den Celtic Connection und eine Vom-Fass-Filiale. Das wars dann im Großen und Ganzen und nichts davon bietet eine wirklich akzeptable Auswahl oder ist einfach viel zu teuer. Und dann entdecke ich aus Zufall Tabak Heck in Mühlburg, nur ein paar Straßenbahnhaltestellen von mir entfernt.

Was hat das nun mit Euch zu tun, die ihr in ganz Deutschland verstreut seid und mein Blog lest? Ganz einfach, Tabak Heck ist Teil der Einkaufsgemeinschaft Genuss Company, der viele Geschäfte in ganz Deutschland angeschlossen sind. Neben diversen anderen Angeboten wie eben Rauchwaren, Espresso und anderen Spirituosen wie Rum, Cognac, Calvados und Grappa gibt es auch The World of Single Malt, deren Auswahl in Zusammenarbeit mit Prof. Walter Schobert getroffen wird. Das Ganze ist zielgruppengerecht aufgeteilt in „die Zarten“ bis „die Rauchigen“ und enthält einen guten Querschnitt durch die schottischen Malts, unter anderem auch ungewöhnlichere Abfüllungen wie den Aberlour A’bunadh oder den Smokehead. Unter „The Scottish Bravehearts“ finden sich sogar Limited Edition Bottlings von Douglas Laing. Das Ganze wird ergänzt durch schottisches Quellwasser und Bücher und CDs von Walter Schobert.

Zugegeben, die Preise sind auch nicht von schlechten Eltern. Aber wenn die anderen Geschäfte ähnlich gut gemacht sind, macht ein Besuch Spaß und es läßt sich das eine oder andere Geschenk in letzter Minute finden.

Der Menüpunkt „Standorte“ bietet euch eine Deutschlandkarte kombiniert mit einer PLZ-Suche, um Geschäfte in eurer Nähe zu finden. Auf geht’s, noch zweieinhalb Arbeitstage Zeit für letzte Weihnachtseinkäufe!




21. Dezember 2008

WHISKYBASE: Community mit Schwanzvergleich

Screenshot WHISKYBASEDie meisten Communities leben davon, dass sie von ihren Mitgliedern erst mit Inhalt gefüllt werden – und scheitern oft genau daran.

WHISKYBASE ist anders. In einer Datenbank (nomen est omen) sind über 4000 Abfüllungen von über 100 Marken/Destillerien inklusive Foto gespeichert. Die Daten dazu kommen von diversen Händlern, die ebenfalls in der Community zu finden sind. Zu jeder Marke/Destillerie gibt es Basisinfos wie Gründungsjahr, Besitzer, Adresse, Produktionskapazität und Anzahl der Stills. Zu jeder einzelnen Abfüllung die Daten vom Etikett sowie ein Durchschnittspreis.

Dazu können die Abfüllungen dann von den Mitgliedern bewertet und mit Tastingnotes versehen werden, wobei der niederländische Betreiber der Seite mit gutem Beispiel voran geht. Fehlende Abfüllungen können vorgeschlagen werden. Zudem kann man Abfüllungen einer Wunschliste (My wishlist) und seiner Sammlung (My collection) hinzufügen.

Letztere ist das eigentliche Key-Feature (Bullshit-Bingo!) der Seite und Quelle des reißerischen Titels dieses Postings: Auf hölzernen Regalbrettern werden die Flaschenfotos übersichlich angeordnet und können von den anderen Mitgliedern eingesehen und sogar extern verlinkt werden. Denn meiner ist immer doppelt so lang wie Deiner :-)

Das Ganze macht irgendwie Spaß, ist sehr professionell gemacht und hat auch ohne eigenes Zutun schon sehr  viel Inhalt und Information – gute Voraussetzungen dafür, dass die Sache ein Erfolg wird!

Meldet Euch doch einfach mal an!




05. November 2008

Putting (your) malts on the map

Screenshot maltMaps (beta)Heute möchte ich Euch wieder einmal eine interessante neue Website vorstellen. Johannes de Jong bekam beim Lesen des Malt Whisky Yearbook die Idee, die dortigen Infos zu den Destillerien Schottlands und der Welt auf einer Google Map zusammen zu fassen. Also hat er beim Herausgeber Ingvar Ronde die Erlaubnis zur Benutzung der Daten eingeholt und sich ans Werk gemacht.

Herausgekommen ist eine klickbare Weltkarte, auf der 207 Destillerien verzeichnet sind, darunter auch einige, die nicht mal ich kannte. Zu jeder Destillerie kann man die Adresse, das Gründungsjahr, grundlegende Produktionszahlen sowie Links zu weiterführenden informationen bei Malt Madness bzw. Nonjatta (für die japanischen Destillerien) abrufen.

Das Ganze ist noch beta, was dem Spaß und der Funktionalität aber nicht im Wege steht. Was fehlt noch? Ach ja, der Link ;-)




22. Oktober 2008

Japanese Whisky – a knol by Chris Bunting

Letzte Woche ist Google Knol gestartet, das neueste aus einer Reihe von vielen Google-Beta-Projekten. Gedacht ist es als eine Art Konkurrenz zu Wikipedia. Der wichtigste Unterschied liegt darin, dass man seine geschriebenen Artikel (“knol” genannt) gegen Änderungen schützen kann (aber nicht muss) und sie nicht wie bei Wikipedia für alle frei editierbar sind. Gerade das wird bei Wikipedia als wichtigstes Feature angesehen, weil so jeder jeden korrigieren und ergänzen kann und in der Masse letztendlich mehr und bessere Artikel herauskommen, als wenn jeder nur seinen eigenen Senf schreibt. Bei den geschützten Artikeln von Google Knol hängt die Qualität somit stark von der Qualität des Autors ab.

Den ersten knol über (japanischen) Whisky hat Chris Bunting geschrieben, der Autor des hervorragenden englischsprachigen Blogs Nonjatta über japanischen Whisky. Das bürgt für Qualität und so ist er auch sehr interessant. Mal schauen, was nachkommt …

Zum Vergleich: Artikel über Whisky im deutschen Wikipedia.




30. Juli 2008

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