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No sleep ’til Limburg – Grosse Dinge werfen ihre Schatten voraus

banner-whiskyfair-2010 Am 24. und 25. April 2010 findet im idyllischen Limburg an der Lahn wieder einmal The Whisky Fair, die größte (zumindest flächenmäßig) und schönste deutsche Whiskymesse statt. In der zentral gelegenen Josef-Kohlmaier-Halle treffen sich jedes Jahr rund 6000 Besucher zu einem trotz Gedränge eher familiären Event mit vielen unabhängigen Ausstellern. Öffnungszeiten sind Samstag von 11-19 und Sonntag von 10-18 Uhr. Der Eintritt inkl. Tasting-Glas beträgt 8 EUR.

Im Vorfeld der wichtigsten Messe des Jahres bricht nicht nur der Frühling richtig aus, sondern man hat auch das Gefühl, dass die ganze Whisky-Welt aus dem Winterschlaf erwacht. Waren die Neuigkeiten Anfang des Jahres noch etwas dünn gesät, so gibt es nun einiges zu berichten:

mcneills-choice_sample_2010 Whisky-Legende Andy McNeill aus Aschaffenburg ist nicht nur Importeur der tollen Abfüllungen von The Coopers Choice, sondern hat unter dem Namen McNEILL’S CHOICE auch eine eigene Reihe mit Premium-Abfüllungen am Start. In edlen schwarzen 0,5-Liter-Flaschen gibt es gleich fünf neue Single Malts, die Ihr Euch am besten mit einem Klick auf das Foto links anschaut. Weitere Infos und Preise findet Ihr im Coopers Shop und könnt die Sachen natürlich in Limburg an Andys Stand probieren.

Auch Cadenhead beschert uns zu Ostern eine ganze Latte an neuen Abfüllungen, die ich hier nicht alle aufzählen kann. Daher folgt bitte dem Link zu den CadenHeadlineS mit einer laaaangen Liste. Cadenhead’s Cologne ist natürlich wieder in Limburg mit einem Stand vertreten!

Bill und Maggie Miller und ihr Scotch Single Malt Circle haben auch wieder zugeschlagen und vier neue Bottlings am Start (und natürlich auch in Limburg dabei): Einen Tomatin 19yo von 1990 mit 57,3% aus einen first-fill Bourbon-Fass, einen Tomatin 28yo von 1982 mit 55,3% aus einem Sherry Cask, einen Glenlossie 25yo von 1984 aus einem re-fill Sherry Cask sowie einen Glen Grant 37yo von 1997 mit 48,3% aus einem re-fill Sherry Cask. Die Preise reichen von 98-149 EUR. Wie so oft bei Maggie gilt auch hier: Leider alle gut, vor allem der jüngere Tomatin ist ein Gedicht, der Glenlossie hat ein schön säuerliches Wildbeeren-Aroma und der Glen Grant ist sowieso über jeden Zweifel erhaben. Kein Wunder, bei dem guten Jahrgang ;)

Neues gibt es auch von der Abhainn Dearg Distillery auf der Isle of Lewis zu berichten. Ihrem aktuellen Newsletter ist zu entnehmen, dass The Spirit of Lewis, ihr erster New Make und der erste Whisky von den Äußeren Hebriden überhaupt seit mehr als 170 Jahren, ab dem 25.03. zu kaufen ist. Der halbe Liter kostet 38,80 Britische Pfund und kann über den Online-Shop der Destillerie bezogen werden – leider nur innerhalb des Vereinigten Königreichs wegen der hohen Portokosten von den Äußeren Hebriden. Interessenten aus dem Rest Europas können sich allerdings registrieren lassen und bekommen Bescheid, sobald eine günstigere Lösung in Sicht ist. In Limburg wird Alba Import ein kleines Fass des New Make dabei haben und auch T-Shirts verkaufen.

Ach übrigens, The Whisky Fair ist jetzt auch auf Twitter zu finden: twitter.com/whiskyfair




04. April 2010

The Good, the bad and the ugly – Neues, Erstaunliches und Kurioses aus der Whisky-Welt

Auf seiner Facebook-Fanpage hat Highland Park angekündigt, zukünftig New Make in 35cl-Flaschen mit 50% abzufüllen und zu verkaufen. Rohbrand bekommt man sonst fast nur in den Destillerien direkt bei Tastings angeboten, im Verkauf ist er mit wenigen Ausnahmen kaum zu finden. Mal schauen, ob dieser Schritt einer großen Marke eine neue Marketing-Lawine lostritt. Das WHISKYhost Blog hat sich dazu auch so seine Gedanken gemacht (auf englisch).

Eher an einen Witz musst ich bei der Ankündigung von Jim Beam denken, ihren Bourbon mit Kirscharomen versetzen zu wollen. Das Red Stag (roter Hirsch) genannte Getränk wird erst Mal nur in Amerika verkauft und soll ersten Berichten nach nicht so extrem schmecken wie befürchtet. Erinnert sich noch jemand an Cherry Coke in den späten 80ern? Ich war süchtig nach dem ekelhaften Zeug …

Apropos süß und pappig: Das Blog Let Me Eat Cake macht seinem Namen alle Ehre und testet, ob man den Speyside-Klassiker The Macallan (soviel Zeit muss sein) auch für Glasuren von Donuts und ähnlich süßen Backwaren verwenden kann. Man kann, Rezepte inklusive!

Man(n) kann ist dann auch die Überleitung zu einer Meldung von The Ardbeg Project, dass die von ihrer Serie auf DMAX auch hierzulande bekannten Jungs von Orange County Choppers (oder kurz: OCC) für Ardbeg USA zwei Bikes namens Sprit of Islay und The Beist auf die Räder gestellt haben und mit ihnen auf Tour sind. Vom 21.-27. März sind sie in Dallas zu bewundern, vorher schon unter obigem Link.

Dallas ist leider etwas weit. Kürzer ist der Weg zum Zeitschriftenhändler, um sich das Magazin MOTORRAD zu kaufen, dessen Ausgabe 07/2010 eine Bonus-DVD mit dem 53-minütigen Reisefilm Durch Schottland mit der neuen BMW R 1200 RT beiliegt. Leider bin ich noch nicht dazu gekommen, sie mir auch anzuschauen …

Last but not least noch einmal zurück zu The Macallan (soviel Zeit muss sein). Beim Londoner Luxus-Kaufhaus Harrods kann man im Online-Shop den Macallan Linley Whisky Case bestellen, ein aus edelstem Holz handgefertigtes Whisky-Kabinett mit sechs Macallan Vintages von 1937, 1940, 1948, 1955, 1966 and 1970. Damit man nicht aus der Flasche trinken muss, bekommt man dazu noch sechs Tumbler (!?) aus Kristallglas und einen Zigarren-Humidor, die allesamt auch noch irgendwie in der Kiste Platz finden. Der Preis des Schmuckstücks? Günstige 55.000 Britische Pfund. Bis ich mir das Ding kaufen kann, müsst Ihr trotzdem noch verdammt lange auf die Werbung in diesem Blog klicken ;)




28. März 2010

Edition derwhisky.de 3: The Speyside Distillery 1995-2009 Refill Sherry Butt, 65,2%

Zum inzwischen dritten Mal hat das Whisky-Forum derwhisky.de, in dem auch ich sehr aktiv bin, seinen Mitgliedern eine Eigenabfüllung angeboten. Nach einem Clynelish und einem Glen Spey handelt es sich im Jahr 2009 um ein Refill Sherry Fass der The Speyside Distillery, einer trotz Ihres Namens eher unbekannten Brennerei.

Das betreffende Fass war denn eigentlich auch für die Herstellung von Blended Scotch bestimmt, aber glücklicherweise konnte Albert Jänike von whisky24.net, Wirt des Einstein Husum sowie Betreiber und Admin des Forums, einen Teil davon abzweigen.

Edition DerWhisky.de 3: The Speyside 1995-2009Die Eckdaten:
Destillerie: The Speyside Distillery
Destilliert am: 20.12.1995
Abgefüllt am: 27.07.2009
Fassnummer: 36 ((Refill Sherry Butt)
Alkoholstärke: 65,2%
Abgefüllt wurden nur 150 Flaschen!

Wie nicht anders zu erwarten handelt es sich dabei um einen klassischen Speysider mit allen Tugenden, durch die extreme Fassstärke von 65,2% wird er aber nie langweilig und lädt zum spielen mit Wasser ein. Schon die Farbe ist ein schönes, leicht dreckiges Gold mit vielen öligen Legs.

In der Nase ist er unverdünnt natürlich sehr beißend, aber auch unheimlich Fruchtig irgendwo zwischen Cranberrys, roten Johannis- und Stachelbeeren, dazu Zimt und Vanille. im Mund ist er warm und prickelnd fruchtig, fast wie Kir Royal (Sekt mit Cassis).

Im Hals offenbar er dann seine volle Wärme, die Frucht ist ebenso süß am Gaumen wie leicht säuerlich im Abgang und hinterlässt einen Nachgeschmack wie leicht karamellisiertes Johannisbeer-Baiser. Er verträgt natürlich viel Wasser, die spritzige Frucht wird dann zugunsten einer wohlig warmen Süße und Würze mit leichter Küchenkräuternote zurückgedrängt.

Eine tolle Abfüllung, die dank Fassstärke jeder auf seinen Geschmack hin verdünnen kann. Für 45 EUR bekommt man verdammt viel fürs Geld, allerdings nur Mitglieder des Forums. Derzeit sind noch rund 50 Flaschen verfügbar, also gebt Euch einen Ruck und meldet Euch an. Die Mitgliedschaft ist natürlich kostenlos und Ihr werdet viele bekannte Gesichter aus der Szene treffen, die sich auf einen Meinungsaustausch mit Euch freuen.




30. August 2009

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