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Wer mich etwas näher kennt, kennt auch meine Vorliebe für japanischen Whisky. Die Japaner haben nicht nur alles von den Schotten gelernt und in typisch japanischer Perfektion umgesetzt, sondern dem Ganzen auch ihren eigenen Stempel aufgedrückt. Sie experimentieren mit unterschiedlichen Brennblasenformen, frischen Fässern aus japanischer Eiche, mischen und blenden was das Zeugs hält, und die vielen Klimazonen im riesigen Land tun ihr übriges, um dem japanischen Whisky eine ganz eigene Note zu verleihen.
Zu meinen Favoriten gehört die Brennerei Karuizawa, die hierzulande leider neben den Nikkas und Yamazakis etwas untergeht. Als Destillerie-Charakter kann man ihr eine (Küchen-)Kräuternote attestieren, wie man sie sonst z.B. bei Highland Park (dort eher Heidekraut) findet.
Karuizawa 12yo (Nov. 1989-Dec. 2002), Cask 3207, 58,6 %
Eine Vintage Single Cask Abfüllung für den japanischen Markt von der es 410 Flaschen gibt.
Auge: Dunkelgold, ölig, Legs.
Nase: Süß, dumpf-fruchtig, leicht rauchig.
Mund: Sehr scharf auf der Zunge, die Kräuter kommen durch, Bitterschokolade.
Hals: Citrus, Bergamotte, leichte Kräuter, süß, würzig, lang.
Fazit: Sehr typisch! Mit Wasser wird der Geruch verbrannter und die Kräuter kommen mehr durch.
Karuizawa 12yo (Nov. 1989-Dec. 2002), Cask 7410, 61,3%
Der Zwilling der obigen Abfüllung mit 440 Flaschen.
Auge: Mehr Perlen, weniger Legs.
Nase: Süßer und weniger fruchtig, mehr Honig und lustigerweise weniger scharf.
Mund: Viel weicher und süßer, kräftig würzig.
Hals: Honig mit Kräutern und nun doch Schärfe, sehr lang und leicht verbrannt.
Fazit: Besser! Mit Wasser voller und kräuteriger, aber weniger verbrannt.
Zum Erscheinungszeitpunkt des Artikels sind beide Abfüllungen noch bei TheWhiskyCask in der Rubrik Whisk(e)y weltweit > Japan erhältlich.
Wer mich etwas näher kennt, kennt auch meine Vorliebe für japanischen Whisky. Die Japaner haben nicht nur alles von den Schotten gelernt und in typisch japanischer Perfektion umgesetzt, sondern dem Ganzen auch ihren eigenen Stempel aufgedrückt. Sie experimentieren mit unterschiedlichen Brennblasenformen, frischen Fässern aus japanischer Eiche, mischen und blenden was das Zeugs hält, und die vielen Klimazonen im riesigen Land tun ihr übriges, um dem japanischen Whisky eine ganz eigene Note zu verleihen.
Zu meinen Favoriten gehört die Brennerei Karuizawa, die hierzulande leider neben den Nikkas und Yamazakis etwas untergeht. Als Destillerie-Charakter kann man ihr eine (Küchen-)Kräuternote attestieren, wie man sie sonst z.B. bei Highland Park (dort eher Heidekraut) findet.
Karuizawa 12yo (Nov. 1989-Dec. 2002), Cask 3207, 58,6 %
Eine Vintage Single Cask Abfüllung für den japanischen Markt von der es 410 Flaschen gibt.
Auge: Dunkelgold, ölig, Legs.
Nase: Süß, dumpf-fruchtig, leicht rauchig.
Mund: Sehr scharf auf der Zunge, die Kräuter kommen durch, Bitterschokolade.
Hals: Citrus, Bergamotte, leichte Kräuter, süß, würzig, lang.
Fazit: Sehr typisch! Mit Wasser wird der Geruch verbrannter und die Kräuter kommen mehr durch.
Karuizawa 12yo (Nov. 1989-Dec. 2002), Cask 7410, 61,3%
Der Zwilling der obigen Abfüllung mit 440 Flaschen.
Auge: Mehr Perlen, weniger Legs.
Nase: Süßer und weniger fruchtig, mehr Honig und lustigerweise weniger scharf.
Mund: Viel weicher und süßer, kräftig würzig.
Hals: Honig mit Kräutern und nun doch Schärfe, sehr lang und leicht verbrannt.
Fazit: Besser! Mit Wasser voller und kräuteriger, aber weniger verbrannt.
Zum Erscheinungszeitpunkt des Artikels sind beide Abfüllungen noch bei TheWhiskyCask in der Rubrik Whisk(e)y weltweit > Japan erhältlich.
25. Januar 2009
Heute möchte ich Euch zwei Abfüllungen vorstellen, die für mich geschmacklich dem entsprechen, was ich als „Weihnachtswhisky“ bezeichnen würde.
Aus der bekannten Reihe der Classic Malts gibt es neben dem normalen 12jährigen auch einen Glen Elgin 16 Jahre Special Release in Fassstärke mit 58,8%, den ich auf der Interwhisky 2008 probiert hatte und der mich sehr überrascht hat. Schon die dunkle Farbe deutet an, dass er sich vom normalen 12jährigen stark unterscheidet. Der Geruch ist fantastisch und erinnert mich an in Rum eingelegte Früchte (Rumtopf) mit einer leichten alkoholischen Schärfe, aber viel dunkler Süße. Im Geschmck kommen dann noch Orangen, dunkle Schokolade und Vanille dazu. Der Abgang ist lang und süß, mit viel fruchtiger Würze und Schokolade.
Die zweite Abfüllung hat mich fast noch mehr überrascht. Andrea Caminneci von Wine & Spirit Partner aus Meckenheim mischt seit einiger Zeit die deutsche Whisky-Szene mit guten und günstigen Abfüllungen seiner Serien C&S Dram Collection und C&S Dram Good auf. Ich persönlich fand sie zwar alle interessant, weil für die jeweiligen Destillen eher ungewöhnlich, aber so richtig begeistern konnte mich bisher noch keine. Nun hat er es geschafft, der Glenallachie 12 Jahre aus einem Refill-Sherry-Butt mit 59,9% ist wirklich klasse. Ein dumpf-zurückhaltender Gerucht, der erst nach eingier Zeit viel Süße, Würzigkeit und Trockenfrüchte (Aprikosen? Mirabellen?) offenbart, die fast 60% dagegen kaum spüren läßt. Im Geschmack wird die Frucht dann noch deutlicher und paart sich mit Toffee. Heller und leichter als der Glen Elgin, aber genau so weihnachtlich.
Beide Abfüllungen sind bei der Weinquelle Lühmann in Hamburg erhältlich. Der Glen Elgin 16 Years Special Release kostet 67,95 €, der C&S Dram Collection Glenallachie 12 Jahre 39,75 € (ohne Gewähr und so lange Vorrat reicht).
Heute möchte ich Euch zwei Abfüllungen vorstellen, die für mich geschmacklich dem entsprechen, was ich als „Weihnachtswhisky“ bezeichnen würde.
Aus der bekannten Reihe der Classic Malts gibt es neben dem normalen 12jährigen auch einen Glen Elgin 16 Jahre Special Release in Fassstärke mit 58,8%, den ich auf der Interwhisky 2008 probiert hatte und der mich sehr überrascht hat. Schon die dunkle Farbe deutet an, dass er sich vom normalen 12jährigen stark unterscheidet. Der Geruch ist fantastisch und erinnert mich an in Rum eingelegte Früchte (Rumtopf) mit einer leichten alkoholischen Schärfe, aber viel dunkler Süße. Im Geschmck kommen dann noch Orangen, dunkle Schokolade und Vanille dazu. Der Abgang ist lang und süß, mit viel fruchtiger Würze und Schokolade.
Die zweite Abfüllung hat mich fast noch mehr überrascht. Andrea Caminneci von Wine & Spirit Partner aus Meckenheim mischt seit einiger Zeit die deutsche Whisky-Szene mit guten und günstigen Abfüllungen seiner Serien C&S Dram Collection und C&S Dram Good auf. Ich persönlich fand sie zwar alle interessant, weil für die jeweiligen Destillen eher ungewöhnlich, aber so richtig begeistern konnte mich bisher noch keine. Nun hat er es geschafft, der Glenallachie 12 Jahre aus einem Refill-Sherry-Butt mit 59,9% ist wirklich klasse. Ein dumpf-zurückhaltender Gerucht, der erst nach eingier Zeit viel Süße, Würzigkeit und Trockenfrüchte (Aprikosen? Mirabellen?) offenbart, die fast 60% dagegen kaum spüren läßt. Im Geschmack wird die Frucht dann noch deutlicher und paart sich mit Toffee. Heller und leichter als der Glen Elgin, aber genau so weihnachtlich.
Beide Abfüllungen sind bei der Weinquelle Lühmann in Hamburg erhältlich. Der Glen Elgin 16 Years Special Release kostet 67,95 €, der C&S Dram Collection Glenallachie 12 Jahre 39,75 € (ohne Gewähr und so lange Vorrat reicht).
14. Dezember 2008
Aufmerksamen Lesern meines Blogs und meiner WHISKYFANPAGE müssten die Banner geradezu ins Auge gesprungen sein: Bis zum 15.12.2008 könnt Ihr 100 Miniaturen des Glenlivet 12 Jahre gewinnen. Dazu einfach auf die Banner (oder den Link) klicken, auf der folgenden Seite mit Eurem Geburtsdatum bestätigen dass Ihr 18 Jahre alt seid und dann Eure Adresse hinterlassen. Wenn Ihr Glück habt, bekommt Ihr zu Weihachten eine kleine, aber feine Flasche des „single malt that startet it all“ geschenkt.
Auf der Interwhisky 2008 in Frankfurt wurde der 25jährige Glenlivet XXV vorgestellt, den es leider erstmal nur in der gehobenen Gastronomie (Hotels Sheraton, Arabella, Westin) geben wird. Entsprechend hochwertig ist die Ausstattung mit einer auflappbaren, massiven Holzbox (siehe Foto) und entsprechend hoch ist leider auch der Preis. Auf der Interwhisky war er für 195 € zu haben, wenn er später auch im normalen Handel zu haben sein wird, dürfte der Preis noch höher liegen. Dafür bekommt man zwar auch einiges, leider aber nur mit 43 %. Für die Zielgruppe ist das zwar verständlich, für den Liebhaber wäre eine Fasstärke oder zumindest höhere Trinkstärke besser gewesen. Schon die dunkle Farbe macht klar, dass mit Sherryfässern nicht gespart wurde, was für Glenlivet-Originalabfüllungen eher ungewöhnlich ist. Die originalen Tasting Notes sprechen von „Orange, Crème brûlée, kandierten Früchten und Ananas“, ich würde dunkle Schokolade, viel dumpfe Sherry-Fruchtigkeit und zarten Rauch mit Eichentönen ergänzen. Der Abgang ist lang, würzig und süß. Unabhängig vom Preis sicherlich ein toller Whisky.
Weitere Infos zu Glenlivet erhaltet Ihr unter www.theglenlivet.de.
Aufmerksamen Lesern meines Blogs und meiner WHISKYFANPAGE müssten die Banner geradezu ins Auge gesprungen sein: Bis zum 15.12.2008 könnt Ihr 100 Miniaturen des Glenlivet 12 Jahre gewinnen. Dazu einfach auf die Banner (oder den Link) klicken, auf der folgenden Seite mit Eurem Geburtsdatum bestätigen dass Ihr 18 Jahre alt seid und dann Eure Adresse hinterlassen. Wenn Ihr Glück habt, bekommt Ihr zu Weihachten eine kleine, aber feine Flasche des „single malt that startet it all“ geschenkt.
Auf der Interwhisky 2008 in Frankfurt wurde der 25jährige Glenlivet XXV vorgestellt, den es leider erstmal nur in der gehobenen Gastronomie (Hotels Sheraton, Arabella, Westin) geben wird. Entsprechend hochwertig ist die Ausstattung mit einer auflappbaren, massiven Holzbox (siehe Foto) und entsprechend hoch ist leider auch der Preis. Auf der Interwhisky war er für 195 € zu haben, wenn er später auch im normalen Handel zu haben sein wird, dürfte der Preis noch höher liegen. Dafür bekommt man zwar auch einiges, leider aber nur mit 43 %. Für die Zielgruppe ist das zwar verständlich, für den Liebhaber wäre eine Fasstärke oder zumindest höhere Trinkstärke besser gewesen. Schon die dunkle Farbe macht klar, dass mit Sherryfässern nicht gespart wurde, was für Glenlivet-Originalabfüllungen eher ungewöhnlich ist. Die originalen Tasting Notes sprechen von „Orange, Crème brûlée, kandierten Früchten und Ananas“, ich würde dunkle Schokolade, viel dumpfe Sherry-Fruchtigkeit und zarten Rauch mit Eichentönen ergänzen. Der Abgang ist lang, würzig und süß. Unabhängig vom Preis sicherlich ein toller Whisky.
Weitere Infos zu Glenlivet erhaltet Ihr unter www.theglenlivet.de.
03. Dezember 2008