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Neues von Säntis Malt: Edition Germany N° 3 und Limited Edition Alpstein XIV

Säntis Malt Edition Germany N° 3 – Hogshead Finish

Die Schweizer Brennerei im Herzen Appenzells‒ die Brauerei Locher AG ‒ bringt mit dem sechsjährigen Säntis Malt Edition Germany N°3, 48 % Vol., die dritte ausschließlich für Deutschland abgefüllte Germany-Edition heraus. Diese ganz besondere limitierte Sonderabfüllung von 528 Flaschen wurde den Liebhabern getorften Whiskys gewidmet. Man beschritt einen bislang einzigartigen Weg, sodass sich der Germany N° 3 auch deutlich von der torfigen Dreifaltigkeits-Abfüllung unterscheidet.

Wie alle Säntis-Malt-Whiskyss basiert auch der Säntis Malt Germany N°3 zu hundert Prozent auf Gerstenbasis. Klassisch reifte der Whisky 6 Jahre lang in traditionellen Eichenholz-Bierfässern aus Brauerei eigenem Bestand. Während seiner dreivierteljährigen Nachreifung in einem schottischen stark getorften Hogshead-Fass, der Loch Lomond Distillery Co. Ltd., konnte sich der Germany N° 3 aromatisch weiterentwickeln. Behutsam aus dem weichen Quellwasser des Alpsteingebirges und Gerstenmalz hergestellt, beeindruckt der Säntis Germany N° 3 mit Reinheit und hochwertiger Qualität. Das Gesamtergebnis ist als durchaus ungewöhnlich zu bezeichnen, denn einen derart rauchbetonten Säntis Malt hat es bislang noch nicht gegeben und es dürften schon einige Jahre vergehen, bis man wieder mit einer vergleichbaren Abfüllung aus Appenzell rechnen darf. Die exklusiv für deutsche Whisky-Genießer abgefüllten 498 Flaschen stehen ab dem 1. Mai dem hiesigen Spirituosenfachhandel über den deutschen Generalimporteur, die Bremer Spirituosen Contor GmbH, zur Verfügung.

Karl Locher, Inhaber der Brauerei Locher, stieß 1998 nach dem Brand eines Schuppens auf alte Bierfässer und Flaschen mit Bierbrand aus Zeiten seiner Vorfahren, teilweise bis zu 120 Jahre alt. Von der Technik der Ahnen fasziniert, begann er auf Basis von Gerste Brand herzustellen. Was aus Experimentierfreude geboren war und mit Leidenschaft befeuert, hat sich zu einem nicht wegzudenkenden Produktionszweig des traditionellen Familienunternehmens entwickelt.

Tastingnotes (Julia Nourney, April 2018):

  • Farbe: Dunkles Rotgold
  • Nase: Reife Früchte, Brombeer- und schwarze Johannisbeer-Aromen, Birnenschale und herbale Laubnoten, dezent mineralisch, darunter verbirgt sich eine leichte Raucharomatik, die sich fast fleischig wie bei Bacon mit Ahornsirup darstellt, aber auch etwas verkohltes Holz und Tabak zeigt.
  • Gaumen: Zunächst hauptsächlich herbal und im ersten Moment sogar etwas harzig, jetzt zeigen sich aber auch deutlich rauchige Qualm-Noten und warme Würzaromen mit etwas Wacholder, außer leicht bitter-süßen Zestennoten sind kaum mehr Fruchtaromen vorhanden.
  • Nachklang: Der Qualm wird zunehmend öliger, die Rauchnoten intensivieren sich sogar noch, und kleben wie dunkler Kakao am Gaumen.
  • Bemerkung: Der Widerspruch zwischen Nase und Gaumen ist sehr interessant. Während die Rauchnoten in der Nase nur diffus erkennbar sind, zeigen sie am Gaumen ihre dominante Seite.

Säntis Malt Germany N°3 in der 0,5-Liter-Flasche; 48,0 % Vol.; UVP: 63,99 Euro

Limited Edition Alpstein XIV – Dolç de Mendoza Finish

Die Brauerei Locher AG beglückt Whisky-Liebhaber und -Sammler nun schon mit der 14. Edition der Alpstein-Serie. Auch diese Abfüllung wurde auf den ersten Blick ganz klassisch hergestellt, denn nach einer fünfjährigen Grundreifung des Whiskys in Bierfässern aus Eichenholz folgt eine zweijährige Nachreifung in Weinfässern. Der zweite Blick zeigt dann doch Besonderheiten, denn diesmal erfolgte die Nachreifung in Süßwein-Fässern – einem bewährten Instrument der aromatischen Whisky-Entwicklung.

Die meisten der vergangenen dreizehn Abfüllungen der Alpstein-Serie sind dafür das beste Beispiel. Doch bei dieser vierzehnten Abfüllung ist alles anders. Erstmals wurden zur Reifung nicht, wie gewohnt Sherry-, Portwein-, Pinot- oder Merlot-Fässer verwendet. Dieses Mal kamen Dolç de Mendoza Süßwein-Fässer aus Alicante in Spanien zum Einsatz. Die Brauerei und Brennerei im Herzen Appenzells hatte schon in der Vergangenheit gute Erfahrungen mit den Fässern des prestigeträchtigen Mendoza-Weingutes an der Westküste Spaniens gemacht, denn der in den gleichen Fässern nachgereifte Whisky der Appenzeller Whiskytrek-Serie, der ausschließlich im Besucherzentrum der Brauerei in Appenzell erhältlich ist, entwickelte sich zu einem der Publikumsmagneten der kompletten Reihe.

Wie schon bei den vorangegangenen Abfüllungen der Alpstein-Editionen wurde auch dieser Whisky nach einer ursprünglichen Reifung in traditionellen Bierfässern, die in diesem Fall fünf Jahre dauerte, anschließend für eine zweijährige Zweitreifung in die spanischen Süßweinfässer aus Alicante umgelegt. 228 der insgesamt 2.200 abgefüllten Flaschen stehen ab dem 1. Mai 2018 dem Spirituosenfachhandel über den Säntis Generalimporteur, die Bremer Spirituosen Contor GmbH, zur Verfügung.

Tastingnotes (Julia Nourney, März 2018):

  • Farbe: Leuchtendes Kupfer mit goldenen Reflexen
  • Nase: Apfelschale, Birnenschale, Bisquit-Teig, würzig-süßlich und weinig, etwas herbal wie frisch getrocknetes Heu, Rum-Rosinen, Vanille, Orangeat, Cocktail-Kirsche, Dörrzwetschge und Zwetschgenmus, sehr dezente Biernote im Hintergrund.
  • Gaumen: Röstaromen und Dörrbirne, würzig wie Muskat, Tonkabohne und Kardamom, Vanille und etwas Nelke, dunkle Schokolade gefüllt mit Zwetschgenmarmelade und Marzipan.
  • Nachklang: Warm und würzig, dabei sehr mundfüllend, insbesondere in der Mitte der Zunge bildet sich ein wärmender Fleck, dabei entwickelt sich ein seidiges Gefühl.
  • Bemerkung: Dieser Whisky hat eine ganz außergewöhnliche Komplexität, wie sie wohl noch nie in dieser Intensität bei einer Alpstein-Abfüllung beobachtet werden durfte.

Säntis Malt Alpstein XIV in der 0,5-Liter-Flasche; 48,0 % Vol.; UVP: 63,99 Euro

(Pressemitteilung)

Jörg Bechtold

Jörg Bechtold

Jörg Bechtold beschäftigt sich seit mehr als 15 Jahren mit Single Malt Whisky. Auf mehreren Reisen nach Schottland hat er Land und Leute kennen gelernt sowie viele Destillerien besucht. Seit 2002 betreibt er die WHISKYFANPAGE.DE, seit 2006 dieses Blog und ist außerdem als Referent für Whisky-Tastings tätig.
Jörg Bechtold
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