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Limitierte Winter-Edition: Säntis Malt Edition Snow White VI mit Orangen-Finish

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Die Destil­le­rie der Schwei­zer Braue­rei Locher AG bringt nun zum sechs­ten Mal ihre Win­ter-Edi­ti­on, den Sän­tis Malt Snow White VI, auf den Markt. Die Kom­bi­na­ti­on von Appen­zel­ler Sin­gle Malt und einer frucht­be­ton­ten Nach­rei­fung hat in den letz­ten Jah­ren schon für vie­le hoch-aro­ma­ti­sche Momen­te gesorgt. Auch in die­sem Jahr wur­de eine limi­tier­te Men­ge Sän­tis Malt nach der klas­si­schen Bier­fass­rei­fung in außer­ge­wöhn­li­che und ein­zeln selek­tier­te Fäs­ser gefüllt.

Die Suche nach geeig­ne­ten Fäs­sern führ­te in die­sem Jahr nach Frank­reich. Neben Cognac, Arma­gnac und Cal­va­dos ist das Land vor allem für sei­ne Cognac-basier­ten Oran­gen­li­kö­re mit dem Namens­zu­satz „Cor­don Rouge“ bekannt. Der Snow White VI reif­te fünf Jah­re in alten Eichen­holz-Bier­fäs­sern der Braue­rei und erhielt ein ein­jäh­ri­ges Finish in eben die­sen Oran­gen­li­kör-Fäs­sern. Durch stän­di­ge Über­wa­chung der Nach­rei­fung erhielt der Malt fei­ne Noten vom Oran­gen­li­kör ohne von davon domi­niert zu wer­den. Ein ange­neh­mes wär­men­des Gefühl von Som­mer in der nahen­den kal­ten Jahreszeit.

Der Appen­zel­ler Gra­fi­ker Phil­ip Bro­ger ließ sich bei der Gestal­tung der Fla­schen­aus­stat­tung von den win­ter­li­chen, mys­ti­schen Ster­nen­bil­dern von Per­seus und Andro­me­da über dem Schwei­zer See­alp­see inspi­rie­ren und macht die­se Edi­ti­on zu einem Hingucker.

Seit Anfang Okto­ber ste­hen dem deut­schen Spi­ri­tuo­sen-Fach­han­del 492 der 2.000 abge­füll­ten und num­me­rier­ten Fla­schen des Sän­tis Malt Snow White VI mit Oran­gen-Finish für einen UVP von 63,99 € (0,5 Liter) zur Verfügung.

Verkostungsnotizen von Julia Nourney:

  • Far­be: Bern­stein mit oran­ge­far­be­nen Reflexen
  • Nase: Rei­fe Frucht­aro­men, vor­wie­gend Äpfel, getrock­ne­te Bir­nen und Zes­ten von süßen Oran­gen, cre­mig und sah­nig, Oran­gen­milch mit etwas Holz­ein­fluss, dezent flo­ral mit zar­ten Laven­del-Aro­men, der Geruch erin­nert an einen Som­mer­tag am Strand, man hat förm­lich den war­men Sand und die Son­nen­creme vor Augen.
  • Gau­men: Inten­si­ve, reif­fruch­ti­ge Aro­men, dar­un­ter sind auch Oran­gen, die jedoch nicht domi­nant sind und sich vor­wie­gend von der Zes­ten­sei­te zei­gen, den Unter­bau bil­det Malz mit mitt­le­ren Röst- und wei­chen Würz­no­ten, auch am Gau­men zeigt sich wie­der die leicht kamp­fer-arti­ge Laven­del-Aro­ma­tik, jetzt ist aber auch eine Holz­struk­tur mit Tan­ni­nen erkenn­bar, dabei ist es schwie­rig zu sagen, ob die dezen­ten Bit­ter­no­ten eher von den Zes­ten oder vom Holz stammen.
  • Nach­klang: Wär­mend und wür­zig, der Whis­ky ist nun gar nicht mehr so fruch­tig, es sind haupt­säch­lich Zes­ten­aro­men, die ölig am Gau­men kle­ben bleiben.
  • Bemer­kung: Der die Oran­gen-Destil­lat-Fäs­ser haben dem Whis­ky ihren Stem­pel auf­ge­drückt, beherr­schen ihn aber nicht. Eine wahr­haft gelun­ge­ne Kombination!

(Pres­se­mit­tei­lung)


Jörg Bechtold beschäftigt sich seit Ende der 90er Jahre mit Single Malt Whisky. Auf mehreren Reisen nach Schottland hat er Land und Leute kennengelernt sowie viele Destillerien besucht. 2002 hatte er die WHISKYFANPAGE.DE begründet, seit 2006 schreibt er dieses Blog und ist außerdem als Referent für Whisky-Tastings tätig.