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EVERMANN – die neue Whisky-Marke aus dem Schwarzwald (probiert!)

Evermann Theo
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Was lange währt – Bimmerle launcht unter der Marke EVERMANN gleich 2 Schwarzwald-Whiskys.

End­lich ist er da – der Whis­ky aus dem Schwarz­wald. Mit Wil­helm EVERMANN führt man einen Sin­gle Malt in die EVERMANN Fami­lie ein. Unter dem Namen Theo EVERMANN fin­det ein Blen­ded Black Forest Whis­ky sei­nen Weg in die Rega­le der deut­schen Supermärkte.

Bereits seit eini­gen Jah­ren steht die Destil­le­rie Bim­mer­le nicht mehr aus­schließ­lich für hoch­wer­ti­ge Obst­brän­de aus dem Schwarz­wald. Mit der Mar­ke Need­le Black Forest Gin gehört Bim­mer­le mitt­ler­wei­le zu den meist­ver­kauf­ten Gins Deutsch­lands. Nun erwei­tert das Fami­li­en­un­ter­neh­men sein Port­fo­lio nach 3 Jah­ren Rei­fe­zeit um gleich zwei neue Pro­duk­te der Kate­go­rie Whis­ky. Unter der Mar­ke EVERMANN, wel­che syn­onym für eine Bren­ner-Fami­lie aus dem Schwarz­wald steht, wer­den ein in 4 Fäs­sern gereif­ter Black Forest Blen­ded Whis­ky und ein in 7 Fäs­sern gereif­ter Black Forest Sin­gle Malt Whis­ky gelauncht. Dass man sich im Hau­se Bim­mer­le aufs Bren­nen ver­steht ist mitt­ler­wei­le bekannt. Die­se Exper­ti­se machen sich die Pro­fis aus dem Schwarz­wald nun auch bei ihrem Whis­ky zunut­ze. Der zwei­fach im Pot-Still-Ver­fah­ren in Kup­fer­brenn­bla­sen destil­lier­te Roh­brand über­zeugt mit wür­zi­gen, den­noch sehr kla­ren Getreidenoten.

Evermann TheoTheo EVERMANN, der Blen­ded Whis­ky der Fami­lie, hat einen 70%-igen Gers­ten­an­teil und durf­te 3 Jah­re in One Selec­ted Bourbon‑, Ame­ri­can Oak‑, Deut­sche Eiche- und Aka­zi­en­fäs­sern rei­fen. „Er ist ein ech­ter Lebe­mensch, sei­ne Wur­zeln lie­gen im Schwarz­wald. Sein Cha­rak­ter und somit sein Geschmack sind aller­dings eher welt­lich geprägt. So ist der Groß­teil sei­nes Kör­pers in One Selec­ted Bour­bon Fäs­sern gela­gert und hat somit eini­ge Cha­rak­ter­zü­ge der ame­ri­ka­ni­schen Bour­bons über­nom­men. Tro­cken­frucht, Honig und Kara­mell­no­ten las­sen auf Bour­bon schlie­ßen. Eine dezen­te Rauch­no­te und Holz­wür­ze ver­dankt Theo vor allem der Lage­rung in Fäs­sern der deut­schen Eiche mit einem hea­vy Toas­ting mit toas­ted Heads“, so Ann-Kath­rin Metz­ner, Head of Mar­ke­ting der Bim­mer­le KG.

Evermann WilhelmDer Sin­gle Malt Wil­helm hin­ge­gen ist laut dem EVERMANN Mas­ter Blen­der Wer­ner Benz ein ech­ter Schwarz­wäl­der, „vor­der­grün­dig mild und fruch­tig mit einem kraft­vol­len, cha­rak­ter­star­ken Abgang.“ In 7 ver­schie­de­nen Fäs­sern lagert das Grund­de­stil­lat für Wil­helm, wodurch sein ein­zig­ar­ti­ger Cha­rak­ter gebil­det wird. In der Nase bestim­men kan­dier­te Früch­te, Früch­te­brot, nus­si­ge und rau­chi­ge Noten sowie Holz­wür­ze und Brio­che den Gus­to. Auf der Zun­ge umschmei­cheln Tro­cken­frucht, Honig, Kara­mell, Holz­wür­ze und Nou­gat, gepaart mit kal­tem Rauch den Gau­men. Neben den oben genann­ten 4 Fäs­sern lagert das Destil­lat zusätz­lich in Süßwein‑, Sher­ry Oloroso‑, und Kas­ta­ni­en­fäs­sern. Ein Sin­gle Malt Whis­ky besteht zu 100% aus gemälz­ter Gers­te, wodurch er sich bereits im Grund­de­stil­lat in punc­to Qua­li­tät von einem Blen­ded Whis­ky unterscheidet.

Lan­ge hat die Bim­mer­le Pri­va­te Distil­le­ry auf die neu­en Schät­ze war­ten müs­sen, denn – so sagt es die Dekla­ra­ti­on – ein Whis­ky muss, um sich als sol­cher beti­teln zu dür­fen, min­des­tens 3 Jah­re im Fass lie­gen. Dafür hat man im Hau­se Bim­mer­le schon vor 5 Jah­ren ange­fan­gen, sich Gedan­ken bezüg­lich Fass­ma­nage­ment, Fas­s­art und natür­lich Lage­rung zu machen.

„Das Fass­ma­nage­ment ist ein biss­chen wie Kla­vier spie­len. Wir muss­ten die vol­le Kla­via­tur ken­nen­ler­nen, bevor wir dar­auf spie­len konn­ten. So hat sich auch unser Fass­la­ger ent­wi­ckelt, ist in Brei­te und Tie­fe gewach­sen und hat uns zu sei­nen Pia­nis­ten wer­den las­sen“, schwärmt Wer­ner Benz über das hei­mi­sche Fass­la­ger. „Das Roh­de­stil­lat darf hier unter bes­ten Bedin­gun­gen rei­fen: Die fri­sche Schwarz­wald­luft, per­fek­te Tem­pe­ra­tur­schwan­kun­gen zwi­schen den Jah­res­zei­ten und natür­lich Ruhe und Geduld – bes­ser kann es einem Whis­ky­fass nicht ergehen.“

Bim­mer­le plant in den kom­men­den Jah­ren wei­te­re Fami­li­en­mit­glie­der des EVERMANN Clans ein­zu­füh­ren, bis dahin wer­den Theo und Wil­helm sowohl im LEH als auch in der Gas­tro­no­mie zu einem UVP von 19,99 € & 33,99 € ange­bo­ten. Den Gas­tro­no­mie­ver­trieb über­nimmt die Bim­mer­le Toch­ter Black Pan Drinks. Für den Herbst sind bereits Dis­play­ak­tio­nen mit On-Packs sowie die Ein­füh­rung einer Ready2Drink Mix-Edi­ti­on geplant.

(Pres­se­mit­tei­lung)

Meine Meinung

Evermann Wilhelm und TheoDas Mar­ke­ting hat sich mal rich­tig ins Zeug gelegt und nicht nur aus­drucks­star­ke Fla­schen­for­men mit gepräg­ten Schwarz­wald-Tan­nen und moder­ner Typo­gra­fie geschaf­fen, son­dern auch an die deut­schen Blog­ger gan­ze Kar­tons mit zwei Groß­sam­ples, einem pas­sen­den Glas und einer Scho­ko­la­de mit Blen­ded Whis­ky ver­schickt. Dazu unter ande­rem auch drei Kar­ten mit Cock­tail-Rezep­ten, die alle­samt sehr gut klingen.

Ich habe natür­lich bei­de Ever­män­ner gleich pro­biert. Der Theo ist ein typisch getrei­di­ger Blend, vani­lig und kräf­tig, im Mund recht rund und wür­zig. Erst im Abgang kom­men dann viel Tan­nin und eine leicht unrei­fe Mai­sche­no­te zum Vor­schein. Für einen Blend aber abso­lut ok und wenn man den Preis bedenkt, wür­de ich ihn jeder­zeit für einen der Cock­tails emp­feh­len. Genug getrei­di­gen Cha­rak­ter hat er, um sich gegen Frucht und Säu­re durchzusetzen.

Der Wil­helm hat es da natür­lich schwe­rer, sich gegen schot­ti­sche und iri­sche Sin­gle Mal­ts im Ver­gleich durch­zu­set­zen. Sei­ne Jugend kann er spä­tes­tens im Abgang nicht ver­leug­nen. In der Nase wirkt er etwas par­fü­miert (Akazie/Kastanie?), aber auch fruch­tig, süß und leicht kara­mel­lig-bit­ter. Im Mund schön voll und rund, nus­sig und fruch­tig. Erst im Abgang kom­men dann wie schon beim Theo die leicht unrei­fen Noten wie­der durch, aber nicht unan­ge­nehm. Vor allem stimmt im Gegen­satz zu man­chen deut­schen Kon­kur­ren­ten der Preis.

Mein Fazit: Kann man trin­ken und optisch machen die bei­den auf jeden Fall was her.

Dan­ke an die Bim­mer­le KG für das uner­war­te­te Paket!


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