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Rezension und Verlosung: „111 Whiskys, die man getrunken haben muss“ von Bernd Imgrund

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Wer sich je für Whis­ky inter­es­sier­te, kennt den schot­ti­schen Glen­fid­dich, den ame­ri­ka­ni­schen Jim Beam und den deut­schen Racke Rauch­zart. Aber wer weiß, dass Whis­ky auch in Indi­en und Japan gebrannt wird? Wer kennt die Exo­ten wie den öster­rei­chi­schen Wald­viert­ler, den fin­ni­schen Tee­ren­pe­li oder den Grün­kern-Der­ri­na aus dem Schwarz­wald? Die­ses Buch öff­net die Augen für die span­nen­den Hin­ter­grün­de alt­be­kann­ter Bren­ne­rei­en und für die Geschich­te schrä­ger Außenseiter.

Vom »Wasser des Lebens« zum Spitzenerzeugnis

Whis­ky gilt als der König der Spi­ri­tuo­sen­welt. Han­delt es hier­bei doch nicht ein­fach nur um einen Schnaps, son­dern um eine Schöp­fung: Aus Was­ser ward Whis­ky. Ob ame­ri­ka­ni­scher Bour­bon, schot­ti­scher Sin­gle Malt oder die Able­ger aus whis­ky­fer­nen Ecken wie der baye­ri­sche Slyrs oder der Fading Hill aus dem Wes­ter­wald – alle ver­die­nen eine genaue­re Betrach­tung. Schließ­lich haben alle Sor­ten vom Mäl­zen und Mai­schen zum Destil­lie­ren, vom jah­re­lan­gen Lagern in aus­ge­such­ten Fäs­sern bis zum Abfül­len in die Fla­sche einen lan­gen Weg der Ver­ede­lung zurück­ge­legt. Bernd Imgrund erzählt inter­es­san­te Details aus der His­to­rie legen­dä­rer Bren­ne­rei­en und beleuch­tet den Wer­de­gang von Exo­ten wie dem frie­sisch-nie­der­län­di­schen Frysk Hyn­der. Man erfährt, was es mit den Whis­ky-Likör-Zwit­tern wie dem kana­di­schen Fireb­all und dem iri­schen Über­flie­ger Bai­leys auf sich hat. Das Buch bie­tet eine span­nen­de Ent­de­ckungs­rei­se in die fas­zi­nie­ren­de Welt des Spit­zen­ge­tränks und regt die Geschmacks­knos­pen an.

Rezension

Das Buch ist optisch schön gestal­tet, die 111 Whis­kys wer­den in alpha­be­ti­scher Rei­hen­fol­ge auf je einer Dop­pel­sei­te mit Text links und Bild rechts vor­ge­stellt. Man erfährt meist eine inter­es­san­te Geschich­te zur Destil­le­rie und natür­lich wie der Stoff schmeckt. Die Bil­der sind hoch­wer­tig, die Tex­te gut geschrie­ben und flott zu lesen. Manch­mal lässt der Autor auch humor­voll durch­bli­cken, dass ihm der Whis­ky nicht geschmeckt hat, es ist also kei­ne rei­ne Wer­be­ver­an­stal­tung. Ganz hin­ten gibt es noch ein Whis­ky-Glos­sar mit wich­ti­gen Begrif­fen, eine Schott­land­kar­te mit den Whis­ky­re­gio­nen und ein Nosing Wheel. Und natür­lich Wer­bung für die ande­ren Bücher des Autors, denn aus der Rei­he „111 Din­ge, die man … muss“ gibt es von ihm noch mehr.

Da liegt auch ein wenig der Whis­ky im Pfef­fer, denn man erfährt nicht so wirk­lich, war­um man aus­ge­rech­net die­se 111 Whis­kys getrun­ken haben muss. Da ihm eini­ge nicht wirk­lich schme­cken, kann der Geschmack nicht das Kri­te­ri­um sein. Der Begriff „Whis­ky“ ist zudem recht weit gefasst, denn es tau­chen nicht nur Sin­gle Mal­ts und Blends aus Schott­land, Irland, den USA, Japan, Indi­en, Thai­land (sic!), Wales, Däne­mark, Schwe­den, Finn­land, Bel­gi­en, Öster­reich und natür­lich Deutsch­land in der Lis­te auf. Son­dern eben­so diver­se „Whisky“-Liköre (die mit Whis­ky wenig bis gar nichts zu tun haben, was er auch sagt) und mit dem Man­hat­tan sogar ein Whis­ky-Cock­tail. Bei den deut­schen Whis­kys tau­chen ein paar mir bis­her unbe­kann­te Namen auf, dafür fehlt die Schweiz z.B. kom­plett. Wenn ich sei­ne Mei­nung zum Wald­viert­ler aus Öster­reich lese (die ich durch­aus unter­schrei­ben kann), wäre der Sän­tis Malt aus der Schweiz in der Lis­te wohl bes­ser auf­ge­ho­ben gewesen.

Für Ein­stei­ger lässt sich aber bestimmt noch was Neu­es fin­den, es sind genug (gut bewer­te­te) Exo­ten dabei und die Geschich­ten sind unter­halt­sam. Ihr müsst es nicht mal unbe­dingt kau­fen, denn am 24.09. haben wir nicht nur die Wahl, son­dern auch eine(n) Sieger(in):

Verlosung

Wer das Rezen­sionex­em­plar gewin­nen möch­te hin­ter­lässt bit­te einen Kom­men­tar zu die­sem Arti­kel unter Anga­be der E‑Mail-Adres­se (ist nicht öffent­lich sicht­bar), unter denen ich am Sonn­tag dem 24. Sep­tem­ber 2017 einen Gewin­ner aus­lo­se. Ich mel­de mich dann wegen der Ver­sand­adres­se. Die Kom­men­ta­re müs­sen erst von mir frei­ge­schal­tet wer­den – es kommt also nicht auf Schnel­lig­keit an.


Jörg Bechtold beschäftigt sich seit Ende der 90er Jahre mit Single Malt Whisky. Auf mehreren Reisen nach Schottland hat er Land und Leute kennengelernt sowie viele Destillerien besucht. 2002 hatte er die WHISKYFANPAGE.DE begründet, seit 2006 schreibt er dieses Blog und ist außerdem als Referent für Whisky-Tastings tätig.

5 Kommentare zu “Rezension und Verlosung: „111 Whiskys, die man getrunken haben muss“ von Bernd Imgrund

  1. „Wer sich je für Whis­ky inter­es­sier­te, kennt den schottischen
    Glen­fid­dich, den ame­ri­ka­ni­schen Jim Beam und den deut­schen Racke
    Rauchzart.“
    Racke Rauch­zart kann­te ich noch nicht. Aber auf Dein Rezen­sionex­em­plar bin ich gespannt!

  2. Oliver Ramien

    Wür­de mich sehr über das Buch freuen!

  3. Tobias Varoth S

    Span­nend, dass Buch wür­de mich inter­es­sie­ren. Ger­ne mache ich bei der Ver­lo­sung mit 🙂

  4. Tobias Rausch

    Habe auch schon eini­ge Bücher zum The­ma gele­sen, des­we­gen neh­me ich auch ger­ne hier an der Ver­lo­sung teil 🙂

  5. Vie­len Dank an alle Teil­neh­mer! Gewon­nen hat Oli­ver Rami­en. Ich mel­de mich per E‑Mail.

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