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Im Süden Irlands, an den rauen Klippe des Atlantiks befindet sich eine neue Destillerie im Bau: Clonakilty Distillery


Das Gebäu­de der Destil­le­rie steht bereits, auch die Brenn­bla­sen sind schon bestellt und im ers­ten Halb­jahr 2018 soll die Destil­le­rie in Betrieb genom­men wer­den. Die Fami­lie Scul­ly betreibt seit der 8. Genera­ti­on Gers­ten­fel­der am Fuße des Gal­ley Head Leucht­turms. Durch das medi­ter­ra­ne Kli­ma an der Atlan­tik­küs­te ver­leiht dem Korn ein beson­de­res Aro­ma. Die­se Gers­te wird für die Her­stel­lung des Whis­keys ver­wen­det wer­den. Clona­kil­ty Distil­le­ry wird sich auf die Her­stel­lung von Sin­gle Malt und Sin­gle Pot Still Whis­key konzentrieren.

Bereits jetzt schon haben sie ein Lager­haus direkt an der Küs­te, in dem bereits eini­ge tol­le Whis­key­fäs­ser lie­gen und dar­auf war­ten abge­füllt zu wer­den. Auch der zukünf­ti­ge Whis­key aus der eige­nen Destil­le­rie wird in die­sen Waren­häu­sern lagern. Die Lage direkt an der Küs­te ver­leiht dem Whis­key einen ein­zig­ar­ti­gen Geschmack.

Außer­dem soll in der Destil­le­rie auch Gin gebrannt wer­den. Die Bota­ni­cals für den Gin wer­den ent­lang der Atlan­tik­küs­te aus­ge­sucht, um dem Gin einen ein­zig­ar­ti­gen Geschmack zu verleihen.

Obwohl die Clona­kil­ty Distil­le­ry noch nicht in Betrieb ist, brach­te Bren­ne­rei­eig­ner Micha­el Scul­ly eine Abfül­lung auf den Markt. Ein sehr aus­ge­wo­ge­ner Blend von 8- bis 10-jäh­ri­gen Grain und Sin­gle Malt Whis­keys ande­rer iri­scher Bren­ne­rei­en. Nach­dem die Whis­keys ver­mählt wur­den, durf­ten sie ihre Flit­ter­wo­chen in Vir­gin Oak Casks ver­brin­gen. Durch das Finish hat der Whis­key noch­mals eine beson­de­re Kom­ple­xi­tät erhal­ten. Der Whis­key wird in klei­nen Char­gen her­ge­stellt. Somit wird gewähr­leis­tet, dass der Whis­key kon­stant mit hoher Qua­li­tät abge­füllt wird.

  • Far­be: leicht golden
  • Nase: sanf­te Würz­no­ten, Vanil­le, Getrei­de­fel­der an einem war­men Som­mer­tag, rei­fe Früch­te wie Äpfel, Bir­ne und Ana­nas, Zes­ten von Orangen
  • Gau­men: wie­der Gewür­ze, aber dis­mal mit mehr schwar­zem Pfef­fer und Ing­wer, immer noch getrei­dig und rei­fe Früch­te. Spä­ter kom­men Röst­aro­men von Hasel­nuss und Man­deln und etwas wei­ches Leder ent­wi­ckelt sich. Ins­ge­samt sehr klar und weich. Da der Whis­key nur eine kur­ze Zeit im Ame­ri­can Oak Fass lager­te, blei­ben die Hol­zaro­men im Hin­ter­grund und haben nur eine unter­stüt­zen­de Rolle
  • Nach­klang: der Whis­key bleibt ele­gant und nicht zu inten­siv, aber die Würz­no­ten blei­ben und kom­men immer wie­der in Wellen
  • Bemer­kung: ein leicht zu trin­ken­der Whis­ky, der zu jeder Gele­gen­heit passt und kla­re iri­sche Whis­key­noten zeigt.

Die Tas­ting­no­te hat exklu­siv Spi­ri­tuo­sen­exp­ter­tin Julia Nour­ney für die­sen Whis­key geschrieben.

Unver­bind­li­che Preis­emp­feh­lung 44,90 EUR. In Deutsch­land ver­trie­ben durch Irish Whis­keys.


Jörg Bechtold beschäftigt sich seit Ende der 90er Jahre mit Single Malt Whisky. Auf mehreren Reisen nach Schottland hat er Land und Leute kennengelernt sowie viele Destillerien besucht. 2002 hatte er die WHISKYFANPAGE.DE begründet, seit 2006 schreibt er dieses Blog und ist außerdem als Referent für Whisky-Tastings tätig.