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Der teuerste japanische Whisky der Welt – Karuizawa

Karuizawa 38 yo Ruby Geisha

Karui­za­wa Whis­ky zählt zu den Legen­den unter den japa­ni­schen Whis­kys. “Sie wol­len Ihren Whis­ky ver­kau­fen? Dann soll­ten Sie Ihre Destil­le­rie schlie­ßen.“ Mit die­sen Wor­ten hat Mark Watt, der Geschäfts­füh­rer des unab­hän­gi­gen Abfül­lers Caden­head, nicht ganz unrecht. Denn genau­so war es bei der Karuizawa-Destillerie.

Japans teuerster Whisky

Heut­zu­ta­ge ist Karui­za­wa Sin­gle Malt Whis­ky der begehr­tes­te Sin­gle Malt in Japan und einer der inter­na­tio­nal begehr­tes­ten Whis­kys. Der Karui­za­wa 1960 Sin­gle Cask No. #5627, ist wahr­schein­lich aktu­ell sogar der sel­tens­te und teu­ers­te japa­ni­sche Whis­ky auf dem Markt. Doch war­um ist der Whis­ky so begehrt?

Die Geschichte der Karuizawa-Destillerie

Die Ant­wort liegt in der Geschich­te der Karui­za­wa-Destil­le­rie. Die­se war eine der kleins­ten Bren­ne­rei­en Japans, die weni­ger als ein hal­bes Jahr­hun­dert lang in Betrieb war. Karui­za­wa wur­de 1955 von der Mer­ci­an Wine Com­pa­ny (heu­te Mer­ci­an Cor­po­ra­ti­on), einem japa­ni­schen Ein­zel­han­dels­un­ter­neh­men für Wein, Likö­re und destil­lier­te Spi­ri­tuo­sen, im Schat­ten des akti­ven Vul­kans Mount Asa­ma auf dem ehe­ma­li­gen Asa­ma-Wein­berg gegrün­det. Die Bren­ne­rei wur­de nach der benach­bar­ten Stadt Karui­za­wa benannt, in der sich ein bei der japa­ni­schen Ober­schicht sehr belieb­tes Ski­ge­biet befin­det. Im Jahr 1976 stell­te Karui­za­wa den ers­ten 100-pro­zen­ti­gen Malt Whis­ky her.

Mit der Grün­dung der Karui­za­wa-Destil­le­rie ver­wirk­lich­te die Mer­ci­an Wine Com­pa­ny ihren Ehr­geiz, einen Sin­gle Malt Whis­ky zu kre­ieren, der den tra­di­tio­nel­len Brenn­me­tho­den in Schott­land folgt, jedoch mit einer reprä­sen­ta­ti­ven japa­ni­schen Note kom­bi­niert wird. Um dies zu errei­chen, muss­ten sowohl die Aus­rüs­tung der Bren­ne­rei als auch die kli­ma­ti­schen Bedin­gun­gen, unter denen der Rei­fungs­pro­zess der Spi­ri­tuo­se statt­fand, denen in Schott­land weit­ge­hend ent­spre­chen. Karui­za­wa wur­de in der Stadt Mit­oya in der japa­ni­schen Prä­fek­tur Naga­no gebaut, da die kli­ma­ti­schen Tem­pe­ra­tu­ren in die­ser Regi­on denen in Schott­land ähneln. Jedoch sind die jah­res­zeit­li­chen Schwan­kun­gen in Mit­oya in der Som­mer- und Win­ter­zeit stär­ker aus­ge­prägt. Karui­za­wa ver­wen­det klei­ne Holz­fäs­ser für die Gärung und impor­tier­te Sher­ry­fäs­ser aus Spa­ni­en für den Rei­fungs­pro­zess der Spi­ri­tuo­sen. Karui­za­wa Sin­gle Malt ist durch­aus mit dem Stil der tra­di­tio­nel­len schot­ti­schen Sin­gle Malt Whis­kys ver­gleich­bar, hat sich aber in sei­nem Geschmack einen unver­wech­sel­ba­ren japa­ni­schen Whis­ky bewahrt.

Karuizawa 38 yo Ruby Geisha

Eine Frage der Gerste

Bis zum Jahr 1958 war es auf­grund der japa­ni­schen Ein­fuhr­be­schrän­kun­gen und ‑geset­ze nicht mög­lich, die für die Her­stel­lung der Spi­ri­tuo­se benö­tig­te schot­ti­sche Gers­te ein­zu­füh­ren. Die Bren­ne­rei­en in Japan waren ver­pflich­tet, die benö­tig­te, aber knap­pe japa­ni­sche Gers­te zu kau­fen, die von der japa­ni­schen Regie­rung gelie­fert wur­de, dies war eine zwin­gen­de Vor­schrift. Doch im Jahr 1958 kam es zur Geset­zes­ver­än­de­rung und die Ein­fuhr­be­schrän­kun­gen wur­den auf­ge­ho­ben. Karui­za­wa begann sofort damit, die höher­wer­ti­ge Gers­te Gol­den Pro­mi­se aus Schott­land zu impor­tie­ren. Mit die­ser stra­te­gi­schen Ent­schei­dung war Karui­za­wa die ers­te japa­ni­sche Bren­ne­rei, die die­se für den Pro­duk­ti­ons­pro­zess benö­tig­te Gers­te impor­tier­te. Dar­über hin­aus war Karui­za­wa die ers­te japa­ni­sche Bren­ne­rei, die ihre Whis­kys über die Gren­ze exportierte.

Das Ende der Brennerei

Jedoch war zur dama­li­gen Zeit die inter­na­tio­na­le Nach­fra­ge nach japa­ni­schen Whis­kys noch nicht so groß. Und die gewünsch­ten Umsät­ze konn­ten nicht erwirt­schaf­tet wer­den. Die hohe Qua­li­tät der Karui­za­wa-Whis­kys blieb der brei­ten Öffent­lich­keit unbe­kannt, und die Kos­ten für die Her­stel­lung von Karui­za­wa Sin­gle Malt stan­den in kei­nem Ver­hält­nis zu den güns­ti­gen Gewin­nen aus den Ver­käu­fen der Brennerei.

Karui­za­wa wur­de im Jahr 2000 ein­ge­stellt und schließ­lich 2011 geschlos­sen. Die Räum­lich­kei­ten der Bren­ne­rei wur­den abge­baut und die Bren­ne­rei­an­la­gen ver­kauft. Der größ­te Teil der Aus­rüs­tung von Karui­za­wa wur­de an den unab­hän­gi­gen japa­ni­schen Abfül­ler Gaiaflow ver­kauft, und die Holz­fäs­ser von Karui­za­wa wur­den von der Chi­chi­bu Distil­le­ry erworben.

Der späte Erfolgsweg

Karuizawa Great Cask SeriesEs ist bemer­kens­wert, dass die Welt in den fol­gen­den Jah­ren die japa­ni­sche Whis­ky­aus­wahl immer mehr zu schät­zen wuss­te. Als ein so hoch­wer­ti­ger und limi­tier­ter japa­ni­scher Sin­gle Malt, von dem nur noch weni­ge Fäs­ser auf Lager sind, hat Karui­za­wa einen Kult­sta­tus erlangt. Bis heu­te ist es für Whiskysammler*innen ein Traum, einen die­ser sel­te­nen Karui­za­wa Sin­gle Mal­ts zu erwerben.

Eini­ge der sel­te­nen Karui­za­wa Whis­kys kön­nen unter ande­rem unter bestofwines.de käuf­lich erwor­ben wer­den. Hier fin­den Sammler*innen und Fans von japa­ni­schen Whis­ky eini­ge der begehr­ten Fla­schen, denn der Shop hat tat­säch­lich mit einer der größ­ten Samm­lun­gen Deutsch­lands die­ser sel­ten Whis­kys im Angebot.

Über Best of Wines

Best of Wines wur­de 1907 als Laden­ge­schäft gegrün­det und ist inter­na­tio­nal für sein Fach­wis­sen über fei­ne und sel­te­ne Wei­ne bekannt und ver­fügt über eine der größ­ten Samm­lun­gen exklu­si­ver Wei­ne und Whis­kys in West­eu­ro­pa. Mit mehr als einem Jahr­hun­dert Erfah­rung in Sachen Wein und Kon­tak­ten in die gan­ze Welt garan­tiert Best of Wines höchs­te Qua­li­tät zu einem fai­ren Preis. Das Team von Best of Wines besteht aus Spe­zia­lis­ten und Ken­nern, die selbst Wein­lieb­ha­ber sind und alles pro­biert haben, was es zu pro­bie­ren gibt. Im Best of Wines-Blog auf der Web­site lesen Sie alles über ihre Aben­teu­er auf der Wein­stra­ße, die neu­es­ten Ent­de­ckun­gen und Inter­views mit Top-Leu­ten aus der Welt des Weins und der Spi­ri­tuo­sen, wie Miche­lin-Köchen, Top-Som­me­liers, Wein­jour­na­lis­ten und Mas­ters of Wine. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen unter www.bestofwines.de und @best_of_wines auf Instagram.

(Pres­se­mit­tei­lung)


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