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Rückblick: Die 11. Whiskymesse Rüsselheim


Vor zwei Wochen war ich auf der elf­ten Aus­ga­be der Whis­ky­mes­se Rüs­sel­heim. Nach dem zehn­ten Jubi­lä­um im Jahr zuvor hat­te der bis­he­ri­ge Ver­an­stal­ter Wil­li Schildge die Lei­tung in neue Hän­de übergeben.

Die Fes­tung Rüs­sel­heim vom Wall aus gese­hen. Im Gewöl­be­kel­ler des lin­ken Flü­gels fin­det die Mes­se statt.

Micha­el Reck­hard ali­as mr. whis­ky, sei­ne Frau Moni­ka und Frank Jager von Whis­ky for Live in Frank­furt hat­ten denn auch gleich eine Neue­rung ein­ge­führt, die nicht bei jedem Besu­cher auf Gegen­lie­be gesto­ßen ist: Die Mes­se wur­de vom Wochen­en­de auf Frei­tag und Sams­tag ver­legt. Laut Ver­an­stal­ter wur­de das von den Aus­stel­lern begrüßt, in den diver­sen Whis­ky-Foren und auf Face­book war der Tenor eher kri­tisch. Vie­le der „Hard­core-Mes­se­be­su­cher“ haben eher nur Sonn­tags Zeit und waren nicht ganz so begeistert.

Peter Rei­chard am Stand der Genussverstärker

Ich war wie immer Sams­tags dort und es war gut was los. Die Aus­stel­ler waren zum gro­ßen Teil die sel­ben wie in den letz­ten Jah­ren, mit eini­gen neu­en Ergän­zun­gen. Beson­ders gefreut habe ich mich über den Stand der Genuss­ver­stär­ker aus Offen­bach, in Per­son von Peter Rei­chard schon bis­her flei­ßi­ger Besu­cher der Mes­se und nun mal auf der ande­ren Sei­te des Tisches zu sehen. Prompt hat­te er auch mein High­light der Mes­se zu bie­ten, einen West­port 22yo von Ber­ry Bros & Rudd aus einem ukrai­ni­schen(!) Bran­dy-Fass, in der Whis­ky­ba­se völ­lig zurecht um die 90 Punk­te bewer­tet. Außer­dem hat­te er den mir bis­her völ­lig unbe­kann­ten Rum Cihua­tan aus El Sal­va­dor in meh­re­ren Abfül­lun­gen, die ich alle inter­es­sant fand.

Tho­mas Ide und Petra Schwandt von The Whis­ky Chamber

Bei The Whis­ky Cham­ber hat­te ich zwei Abfül­lun­gen aus Madei­ra-Fäs­sern pro­biert, von denen mir beson­ders der Duff­town gefal­len hat, völ­lig zurecht als „Weih­nachts­whis­ky“ ange­prie­sen. Wei­te­re High­lights waren ein Glen­los­sie Madei­ra (ja, da ste­he ich drauf) von Cooper’s Choice, ein Auch­roisk von James Eadie und die drei „Myths & Legends“-Abfüllungen von Com­pass Box, von denen mir beson­ders die zwei­te, geblen­ded aus diver­sen Jahr­gän­gen von Glen Elgin gefal­len hat.

Gerd Schmer­schnei­der (sit­zend) von Pri­neus mit Com­pass Box & Co. und der Whis­ky­koch Chris Pep­per aus Darm­stadt beim fin­den neu­er Ideen.

In den Gesprä­chen mit den Aus­stel­lern und auch mit Micha­el Reckard war her­aus­zu­hö­ren, dass die Ver­le­gung von Sonn­tag auf Frei­tag nicht unbe­dingt ein Feh­ler war. Es waren ähn­lich vie­le Besu­cher da, nur eben ande­re. Frei­tag abends ist es halt eher die Lauf­kund­schaft aus der Nähe und weni­ger die Besu­cher von wei­ter weg. Dem­entspre­chend waren auch alle mit den aus­ge­schenk­ten Drams recht zufrie­den, mit den ver­kauf­ten Fla­schen noch nicht so ganz. Ich habe zumin­dest mei­nen Teil dazu geleis­tet und bin neben dem oben erwähn­ten West­port noch mit einer klei­nen Fla­sche peated Blad­noch von Pat Hock nach Hau­se gegan­gen und habe über Andy McN­eill von Cel­tic Events einen Glen­los­sie 2005 Mar­sa­la Cask von Lady of the Glen erstanden.

Von mir aus kann es mit der Mes­se so wei­ter gehen und ich wün­sche dem neu­en Team viel Erfolg für die nächs­ten zehn Jahre!