Posts gespeichert unter 'Tasting-Notes'

Rückblick: Xing-Tasting in Karlsruhe am 23. Februar

Die Teilnehmer (c) whiskyfanblog.deAm 23. Februar 2007 fand im Hotel Hasen in Karlsruhe das erste Tasting des OpenBC Malt Whisky Club statt. Es hatten sich außer den beiden Organisatoren leider nur vier Gäste eingefunden, wodurch der Abend aber umso schöner, weil persönlicher wurde. Das Line-up war zudem über jeden Zweifel erhaben und fand ebenso viel Anklang wie die Atmosphäre der mit viel dunklem Holz edel gestalteten Gaststube. Auch für das sonstige leibliche Wohl war mit reichlich Brot und Butter, freiem Evian sowie einem Häppchenteller mit Lachs, Bergkäse und Trauben gesorgt.

Das Line-up (c) whiskyfanblog.deZur Verkostung stand ein guter Querschnitt durch die schottischen Whisky-Regionen bereit, von 46% Trinkstärke bis 59% Faßstärke (siehe Bild links). Details zu dem Schnäpsen sowie die Tasting-Notes findet Ihr auf der original Tasting-Mat, die an dem Abend auslag.

Am Ende das Abends, das eher früh am morgen lag, waren sich alle einig: Das muss wiederholt werden!




18. März 2007

Mackmyra Preludium:2 – Scots, beware!

Mackmyra Preludium:2Im Frühjahr hatte ich über den Mackmyra Svensk Whisky berichtet, der in Limburg der (hinterher) breiten Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Nach dem damaligen Preludium:1 gibt es nun den Preludium:2, der zweiten von insgesamt 6 Vorläufern zur ersten offiziellen Abfüllung. Die zusätzliche Zeit hat ihm sehr gut getan, er ist nun deutlich reifer geworden. Nach wie vor ist eine fast schon cremig zu nennende Öligkeit sein herausstechendstes Merkmal, was sich in einem samtig-süßen Geschmack niederschlägt, den ich gerne mit Edradour vergleiche. In der Nase etwas dumpf-verschlossen, aber blumig und mit leichten Getreidenoten. Im Mund mischen sich Salz und Zitrus-Noten unter die Süße, im Abgang kommt dann als Tribut an das junge Alter (3-6 Jahre) das nasse Getreide durch, vermischt mit einer leichten Bitterkeit. Meines Erachtens verträgt er trotz 54,2 % kein Wasser, die Maische kommt sonst zu stark durch (ist halt noch jung …). Trotzdem – die Schotten müssen sich warm anziehen, wenn der noch ein paar Jährchen mehr auf dem Fass-Buckel hat! Wermutstropfen ist der zu hohe Preis: fast 60 € für einen halben Liter ist schon sehr sportlich, auch wenn die Verpackung stimmt. Und der Barcode gewinnt jeden Designpreis! Beim Importeur Prineus durfte ich außerdem noch zwei Fassproben einer rauchigen Varianten probieren, einmal aus frischer schwedischer Eiche und einmal aus einem Sherry-Fass. Passen gut zu frisch geräuchertem Aal … ;-)




27. Oktober 2006

A Liquid Vaccine against Bird-Flu

Tamifroyg (Copyright RWC)Vor einiger Zeit hatte der Regensburger Whisky-Club (RWC) mit seiner ersten Eingenabfüllung zu Ehren unseres Papa Ratzi einen großen Erfolg geladet und neben erstklassigen Bewertungen auch ein Dankesschreiben des Papstes respektive dessen Staatssekretariats erhalten. Der aktuelle zweite Streich nennt sich Tamifroyg. Dass die Vogelgrippe, der er gewidmet ist, schon lange durch die quälende Sommerhitze abgelöst wurde, macht ihn nicht weniger interessant:

„This Islay Single Malt contains whiskies, dating back to the 1960s up until now from only one southshore distillery
- a mix well worthy to be called a CV. This marriage of spirits matured in a small Port cask for a while and received other special natural treatments… only to enhance the medical effect, of course.
“ (Zitat vom Rücketikett)

Genau. Neben dem zweifellos vorhandenen medizinischen Effekt schmeckt das Teil nämlich auch noch hervorragend. Der typisch maritim-torfige Geschmack des (bei dem Namen nicht allzu anonymen) Grundstoffes wird durch süß-würzige dunkle Fruchtnoten erweitert und ist in der Form nirgens anders zu bekommen. In den Genuss der 26 limitierten Flaschen kamen nur die Mitglieder des RWC – ein Grund mehr, bei einem der nächsten Tastings vorbei zu schauen!

Weitere Infos auf der Website des Regensburger Whisky-Club: www.whiskyregensburg.de




bisher 2 Kommentare 23. Juli 2006

Pfui Thaifel!

Das Corpus Delicti (Copyright gourmondo.de)Wollt Ihr mal was wirklich ekelhaftes trinken? So richtig übel? Noch schlechter als der Grüne Hund von Fleischmann? Dann probiert den Mekhong aus Thailand! Nicht dass Ihr denkt, ich hätte mir eine Flasche gekauft. Es war nur ein getauschtes Sample und ich wurde auch noch gewarnt, aber … wer´s nicht kennt, kann nicht drüber lästern. Ich kann: Was bittereres und medizinischeres habe ich noch nie im Leben im Glas gehabt. Aussehen 1a, in der Nase gar nicht übel, selbst im Mund geht´s noch – aber der Abgang sorgt für einen solchen Richtung Schüssel. Eine Behandlung mit Eigenurin erscheint geschmacklich durchaus als Alternative!

Edit: Von einem Asien-Kenner soll ich Euch ausrichten, dass der Mekhong weniger als Whisky, sondern viel mehr als Medizin betrachtet werden sollte. Er eignet sich hervorragend, um jede Art von Keimen und Bakterien, und davon gibt es dort viele, im wahrsten Sinne des Wortes mundtot zu machen. Also Nase zu und durch ;-)




bisher 4 Kommentare 22. Mai 2006

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