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Erinnerungen ans gelobte Land – meine Reisen nach Schottland

Ardbeg Warehouse

In diesem Jahr wollte ich eigentlich mit Freunden nach Japan fliegen, zum zweiten Mal nach meiner Whisky-Reise nach Japan 2016. in drei Wochen wäre es soweit gewesen, aber dank Corona wird daraus erst mal nichts. Bei Euch wird das nicht anders aussehen und wann wir alle wieder ungefährdet ins Ausland Reisen können ist ungewiss.

Zur Zeit bleiben uns daher nur die Vorfreude und die Erinnerungen an vergangene Reisen. In Schottland war ich bisher vier Mal und möchte mit Euch heute auf die schönsten Erinnerungen zurück blicken.

Zum Whisky kam ich irgendwann Ende der 1990er Jahre, wurde bald Mitglied der Scotch Malt Whisky Society und ein Friend of Laphroaig. Und schnell wurde auch die Sehnsucht nach einer Reise ins gelobte Land des Whiskys immer größer.

Speyside und Orkney (2003)

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2003 war es dann das erste Mal so weit. Eigentlich hatte ich in diesem Jahr bereits einen Sommerurlaub auf Malta hinter mir, dann sah ich eine Anzeige im Whisky-Botschafter, dem größten deutschen Whisky-Magazin. Es wurden Mitstreiter gesucht für eine fünftägige Kurzreise in die Speyside und nach Orkney. Begonnen hat die Reise bei recht frischem Herbstwetter mit einem Haggis-Dinner bei Strathisla, einer der schönsten schottischen Destillerien überhaupt. Dafür wurden wir sogar extra stilecht mit Kilt eingekleidet. Am nächsten Tag ging es bei einer Rundreise per Kleinbus durch die Speyside zu Glenlivet, Aberlour, Macallan und Glenrothes – diverse Tastings inbegriffen. Den dritten Tag flogen wir von Inverness nach Orkney, besuchten Scapa von außen und Highland Park von innen sowie den Ring of Brodgar und das Fischerstädtchen Stromness. Die letzten Tage ging es dann zurück nach Süden über Pitlochry mit dem obligatorischen Besuch bei Edradour nach Edinburgh. Eine kurze, aber intensive Reise, von der ich viele schöne Erinnerungen, noch mehr Fotos und einige Bekanntschaften aus der Whiskyszene mitgebracht habe.

Oban und Westküste (2004)

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Gleich im nächsten Jahr zog es mich wieder nach Schottland. Standort war dieses Mal das schöne Städtchen Oban an der Westküste, auf dem Hinweg mit Zwischenstopp in Stirling. Von Oban aus Tagesausflüge auf die Inseln Mull und Iona mit der bekannten Abtei, nach Inverary und die Ardullaine Gardens, Fort Augustus und Glencoe, den Palace of Scone und das unvermeidliche Edradour auf der Rückfahrt zum Airport nach Glasgow. Eine etwas gemächlichere Reise mit größerer Reisegruppe, mit mehr Landschaft und weniger Whisky.

Isle of Islay (2008)

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Nach mehreren Jahren Pause folgte 2008 der Besuch beim Islay Festival of Malt and Music. Über andere Whisky-Freunde hatte ich Whiskykoch Chris Pepper und seine Frau Marion kennen gelernt, die mit einer kleinen Gruppe von 10 Personen eine Reise zum Feis Ile organisiert haben. Von der Red Lodge bei Bowmore aus haben wir alle Open Days besucht, waren bei Lagavulin, beim Islay House, in Portnahaven, bei Bruichladdich (mit einem Warehouse-Tasting mit Jim McEwan) und natürlich in der Lounge der Friends of Laphroaig. Bowmore, die Islay Ales von Prof. Schobert, die benachbarte Isle of Jura, Finlaggan, Kilchoman und natürlich Ardbeg und das berühmte Kildalton Cross sollten folgen. Neun Tage voller Programm, deutlich mehr Whisky als Musik und viele schöne Erinnerungen sowie bis heute andauernde Freundschaften waren ein Ergebnis dieser unvergesslichen Reise.

Around Britain in 8 Days (2010)

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Mein bisher letzter Besuch in Schottland ist leider schon wieder 10 Jahre her und war auch recht kurz, denn die Reise ging von London aus über Oxford und Stratford-upon-Avon (mit dem Shakespeare-House) nach Crewe an die Grenze zu Wales. Weiter über das mittelalterliche Chester in den Lake District, der wirklich wunderschön, allerdings auch völlig touristisch überlaufen ist. Dann ging es endlich nach Schottland, über Loch Lomond, Rannoch Moor und Glencoe mal wieder nach Fort Augustus und weiter über Urquhart Castle am Loch Ness entlang nach Nairn bei Inverness, vorbei an Blair Castle und – Ihr ahnt es schon – Edradour. Am nächsten Tag zurück nach Edinburgh, der für mich schönsten Stadt der Welt. Auf dieser Reise habe ich die schottische Hauptstadt einen ganzen Tag lang zu Fuß erkundet, leider bei Regen, und dabei wirklich viel gesehen von Calton Hill über das Scott Monument und die Scotch Whisky Experience und die Royal Mile hinunter bis hin zum Holyrood Palace. Dann ging es als Abschluss mit dem Zug zürück nach London mit einem Tag Ausklang vor dem Heimflug.

Erinnerungen, die bleiben

Ich bin mir sicher, dass viele meiner Leser auch bereits in Schottland waren und ähnliche Erinnerungen mitgebracht haben. Wer noch nicht dort war, sollte es unbedingt tun – Whisky und Schottland gehören zusammen und wer Land und Leute einmal kennen gelernt hat, für den erschließen sich viele Zusammenhänge völlig neu, von den Farben in den Tartan-Mustern, die die wilde Landschaft widerspiegeln bis hin zum torfigen Single Malt von Islay, bei dem man die Meeresluft und den Seetang der dortigen Küsten riecht. Und man lernt den ganz eigenen Humor der Schotten, zwischen Nationalstolz und der Fähigkeit, über sich selbst zu lachen, zu lieben.

Tipps für die Reise

Hilfen für Eure Reisen nach Schottland (und Irland, was noch auf meiner Wunschliste steht) findet Ihr auf der Whiskyfanpage bei den Whisky-Links zu Schottland & Irland. Neu dabei ist ein gut gemachter kompakter Schottland-Guide mit vielen Fakten und Tipps rund um Schottland, den das Flug-Vergleichsportal von idealo zusammen gestellt hat. Dort findet ihr dann vielleicht auch gleich den passenden Flug.


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