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Slàinte – Das Whisky Geschenkbuch von Bastian Palmersheim

Sláinte - Das Whisky Geschenkbuch von Bastian Palmersheim
(* = Affi­lia­te-Link / Bild­quel­le: Amazon-Partnerprogramm)
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Pro­dukt­prei­se und ‑ver­füg­bar­keit sind zum ange­ge­be­nen Datum / Uhr­zeit kor­rekt und kön­nen sich ändern. Alle Preis- und Ver­füg­bar­keits­in­for­ma­tio­nen auf https://www.amazon.de/ zum Zeit­punkt des Kaufs gel­ten für den Kauf die­ses Produkts.

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Bei mei­nem Arbeit­ge­ber haben wir die­ses Jahr zu Weih­nach­ten gewich­telt (mit Kennt­nis der zu bewich­teln­den) und ich habe ein Whis­ky-Buch abbe­kom­men: Slàin­te – Das Whis­ky Geschenk­buch von Bas­ti­an Palmersheim.

Im Nach­wort ver­spricht der Autor, Anmer­kun­gen und Kri­tik ent­ge­gen­zu­neh­men und dar­an zu wach­sen. Hold my Dram!

slainte-das-whisky-geschenkbuch-von-bastian-palmersheim-250x375 Slàinte - Das Whisky Geschenkbuch von Bastian Palmersheim

Das Buch ist von Ama­zon Dis­tri­bu­ti­on gedruckt und nicht nur das Cover, son­dern auch alle ent­hal­te­nen Bil­der sind ganz offen­sicht­lich von KI erstellt wor­den. Da sie sowie­so eher Deko als sinn­voll für den Inhalt sind, hät­te man sie auch gleich weg­las­sen können. 

Pas­send dazu gibt der Autor schon im Vor­wort zu, dass die Beweg­grün­de zum Buch „mehr kom­mer­zi­el­ler als künst­le­ri­scher Art“ waren. Und, dass die Geschich­ten bis auf die ers­te „voll­kom­men erstun­ken und erlo­gen und dar­über hin­aus arg kon­stru­iert“ sind. „Ich bin nur eben kein Jim Mur­ray und auch kein Horst Lüning“ schreibt er und über­sieht dabei, dass bei­des eigent­lich ein Vor­teil ist.

Dass die Geschich­ten erfun­den sind, ist ja nicht das Pro­blem, das haben Bücher so an sich. Das arg kon­stru­ier­te schon eher und ja, das fällt beim Lesen auf. Die ers­te Geschich­te aus einer Bon­ner Bar ist ganz nett, hat viel Lokal­ko­lo­rit und beglei­tet den Ich-Erzäh­ler beim Absa­cken mit ein paar Drams. Punkt­ab­zü­ge gibt es für fol­gen­den (gekürz­ten) Dialog:

„Also gut. Ick ver­ste­he. Dann geben Sie mir bit­te eine gute Irish Whis­ky mit Eis.“ (sagt eine Britin)

„Einen guten iri­schen Whis­ky gibt es mei­ner Kennt­nis nach nicht. (…)“

Mal abge­se­hen von der in die­sem Zusam­men­hang fal­schen Schreib­wei­se des Geträn­ke­na­mens mag das per­sön­li­che Mei­nung sein, spricht aber nicht gera­de für die Sach­kennt­nis des Wirts. Die zwi­schen den Geschich­ten auf­tau­chen­den „har­ten Fak­ten“ schrei­ben den Irish Whis­key dann übri­gens rich­tig mit e, dafür den Rhye falsch mit h.

Die zwei­te Geschich­te über einen aus dem Ruder gelau­fe­nen Hoch­zeits­tag ist dann schon arg kon­stru­iert, aber man war ja vor­ge­warnt. Die fol­gen­de Tri­via – nett. Die drit­te Geschich­te – sehr blu­tig. Dar­auf braucht man dann erst mal einen Whis­ky, beglei­tet von der fol­gen­den Play­list und ein paar Fil­men mit Whis­ky­be­zug. Dann folgt noch eine Ein­kaufs­lis­te mit bunt zusam­men­ge­wür­fel­ten Whisk(e)ys aus aller Welt und eine Anlei­tung für eige­ne Tastings. Zum Schluss noch ein paar Flachwitze.

Das ist weder Fisch noch Fleisch. Die Sto­rys halb­gar, die Fak­ten halbrich­tig, der Rest so lala. Immer­hin war der Autor schon im Vor­wort ehr­lich und man bekommt in etwa das, was man nach dem ers­ten Ein­druck erwar­tet hat.

Von Bas­ti­an Pal­mers­heim gibt es übri­gens noch drei wei­te­re Bücher auf Ama­zon: Zwei Kin­der­bü­cher (hof­fent­lich weni­ger blu­tig) und ein „Song­wri­ter-Note­book für krea­ti­ve Gitar­ris­ten“ (hof­fent­lich krea­ti­ver). Alle zwar mit guten, aber recht weni­gen Bewer­tun­gen. Dane­ben hat er unter ohrensive.de noch einen Hörbuchverlag.

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Jörg Bechtold beschäftigt sich seit Ende der 90er Jahre mit Single Malt Whisky. Auf mehreren Reisen nach Schottland hat er Land und Leute kennengelernt sowie viele Destillerien besucht. 2002 hatte er die WHISKYFANPAGE.DE begründet, seit 2006 schreibt er dieses Blog und ist außerdem als Referent für Whisky-Tastings tätig.

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