Zum neuen Jahr möchte ich mal ein wenig über den Glasrand hinausschauen und mich mit der Rolle des Single Malt Whisky in der Welt des Stils beschäftigen. Lange führte er ein Nischendasein in der Hausbar älterer Herrschaften und wenn man in einer Kneipe oder einem Restaurant danach fragte, wusste der Kellner oder Barkeeper meist noch nicht einmal, wovon man da eigentlich sprach (“Jack Daniels hätten wir. Mit Eis?”).
In den letzten Jahren wurde der Single Malt Whisky dagegen regelrecht hip. Viele meiner Freunde, die mich am Anfang meiner Beschäftigung mit dem Thema noch für völlig verrückt hielten, haben inzwischen selbst einige Flaschen zu Hause stehen. Die meisten Bars und besseren Restaurants haben zumindest mal die Classic Malts oder sonstige Standards im Angebot und man muss auch nicht mehr überall darauf hinweisen, dass man seinen Single Malt gerne ohne Eiswürfel und in einem anständigen Nosing-Glas hätte.
Am meisten freut mich aber, dass der Single Malt Whisky nicht mehr nur als Getränk wahrgenommen wird, sondern wie Rotwein und (endlich auch!) Rum als stilbildendes Genussmittel, das man nicht nur trinkt, sondern mit dem man sich beschäftigt, Aromen erspürt, die Sinne daran bildet und mehr über die Hintergründe wissen möchte.
Kein Wunder also, dass Blogs aus der Welt des Stils das Thema der Getränke für sich entdeckt haben. Das Blog Der Gentleman zum Beispiel hat schon eine eigene Rubrik Stilvoller Genuss eingerichtet, in dem auf die Barkultur eingegangen wird. Der Fokus liegt neben Cocktails zwar noch eher auf Zigarren und Rum, aber auch das ist nur eine Frage der Zeit.
Whisky kann aber auch dabei helfen, Mode zu verkaufen. Die Herrenschmiede zum Beispiel ist ein Herrenausstatter im Internet. Sie schneidert exklusive Maßanzüge und Maßhemden zu günstigen Preisen und für jeden Geschmack. Und sie hat ein Blog, in dem sie nicht nur über Anzüge und Krawatten, sondern auch über andere stilvolle Themen schreibt, darunter auch über Whisky.
In solchen Fällen (und vor allem bei netten Anfragen) erlaube ich dann auch gerne die Verwendung von Texten aus meiner Whiskyfanpage oder meinem Whiskyfanblog. So können die Autoren der anderen Blogs sicher stellen, dass die verwendeten Informationen korrekt sind, und der eine oder andere der modeaffinen Besucher wird über den obligatorischen Backlink sicherlich auch seinen Weg auf eine meiner Seiten finden, um mehr über Single Malt Whisky zu erfahren.
Kennt Ihr noch weitere Blogs aus diesem Bereich oder seid selbst Autor/in eines solchen? Hinterlasst einen Kommentar zu diesem Artikel oder schreibt mir eine E-Mail, falls Ihr Inhalte meiner Seiten verwenden oder einen individuellen Artikel verfasst haben wollt.
Zum neuen Jahr möchte ich mal ein wenig über den Glasrand hinausschauen und mich mit der Rolle des Single Malt Whisky in der Welt des Stils beschäftigen. Lange führte er ein Nischendasein in der Hausbar älterer Herrschaften und wenn man in einer Kneipe oder einem Restaurant danach fragte, wusste der Kellner oder Barkeeper meist noch nicht einmal, wovon man da eigentlich sprach (“Jack Daniels hätten wir. Mit Eis?”). In den letzten Jahren wurde der Single Malt Whisky dagegen regelrecht hip. Viele meiner Freunde, die mich am Anfang meiner Beschäftigung mit dem Thema noch für völlig verrückt hielten, haben inzwischen selbst einige Flaschen zu Hause stehen. Die meisten Bars und besseren Restaurants haben zumindest mal die Classic Malts oder sonstige Standards im Angebot und man muss auch nicht mehr überall darauf hinweisen, dass man seinen Single Malt gerne ohne Eiswürfel und in einem anständigen Nosing-Glas hätte. Am meisten freut mich aber, dass der Single Malt Whisky nicht mehr nur als Getränk wahrgenommen wird, sondern wie Rotwein und (endlich auch!) Rum als stilbildendes Genussmittel, das man nicht nur trinkt, sondern mit dem man sich beschäftigt, Aromen erspürt, die Sinne daran bildet und mehr über die Hintergründe wissen möchte. Kein Wunder also, dass Blogs aus der Welt des Stils das Thema der Getränke für sich entdeckt haben. Das Blog Der Gentleman zum Beispiel hat schon eine eigene Rubrik Stilvoller Genuss eingerichtet, in dem auf die Barkultur eingegangen wird. Der Fokus liegt neben Cocktails zwar noch eher auf Zigarren und Rum, aber auch das ist nur eine Frage der Zeit. Whisky kann aber auch dabei helfen, Mode zu verkaufen. Die Herrenschmiede zum Beispiel ist ein Herrenausstatter im Internet. Sie schneidert exklusive Maßanzüge und Maßhemden zu günstigen Preisen und für jeden Geschmack. Und sie hat ein Blog, in dem sie nicht nur über Anzüge und Krawatten, sondern auch über andere stilvolle Themen schreibt, darunter auch über Whisky. In solchen Fällen (und vor allem bei netten Anfragen) erlaube ich dann auch gerne die Verwendung von Texten aus meiner Whiskyfanpage oder meinem Whiskyfanblog. So können die Autoren der anderen Blogs sicher stellen, dass die verwendeten Informationen korrekt sind, und der eine oder andere der modeaffinen Besucher wird über den obligatorischen Backlink sicherlich auch seinen Weg auf eine meiner Seiten finden, um mehr über Single Malt Whisky zu erfahren. Kennt Ihr noch weitere Blogs aus diesem Bereich oder seid selbst Autor/in eines solchen? Hinterlasst einen Kommentar zu diesem Artikel oder schreibt mir eine E-Mail, falls Ihr Inhalte meiner Seiten verwenden oder einen individuellen Artikel verfasst haben wollt.
02. Januar 2011

Mitte des Jahres hatte ich schon einmal den Scotch Single Malt Circle, kurz SSMC, vorgestellt. Auf der Aquavitae in Essen Ende September hatten Maggie Miller und ihr Team schon mal die vier neuen Abfüllungen dabei, die den Mitgliedern dann Ende November im Advents-Newsletter vorgestellt wurden. Maggie hat es nicht nehmen lassen, mich mit Samples der Abfüllungen zu versorgen, die ich Euch hier gerne vorstellen möchte. Vielleicht habt Ihr ja noch etwas Weihnachtsgeld übrig
BenRiach 19 Jahre (1991-2010) mit 57,2%, 209 Flaschen
Ich muss vorausschicken, dass ich kein großer Fan der offiziellen BenRiach-Abfüllungen bin. Mir sind die alle zu langweilig, zu indifferent, zu alkoholisch. Dieser hier, im Ex-Bourbon-Fass gereift, ist ganz anders:
Nase: Etwas säuerlich, Stachelbeeren, Mirabellen, unreife Aprikosen.
Mund: Schön rund und warm, viel Malz und fruchtig süß.
Hals: Samtig-süße reife Aprikose, wenn auch eher mittellang.
Fazit: Der mit Abstand beste BenRiach den ich bisher hatte und eine deutliche Empfehlung für Euer Weihnachtsgeld!
Bunnahabhain 18 Jahre (1991-2010) mit 54%, 209 Flaschen
Wie bei dieser Destillerie nicht anders zu erwarten kommt die Abfüllung (deutlich erkennbar) aus einem Sherry-Fass und ist eher typisch ausgefallen, was in diesem Fall alles andere als schlecht ist:
Nase: Schön dumpfe Sherry-Frucht und viel trockene Eiche.
Mund: Warm, samtig und fast wie Glühwein.
Hals: Leicht säuerlich, eher dicker dunkler Fruchtsaft als Sherry und schön lang und rauchig.
Fazit: Wunderbar fruchtig, sehr lecker! Wem die Sherry-Bomben sonst zu holzig sind, der kann hier unbedenklich zuschlagen!
Caol Ila 11 Jahre (1999-2010) mit 58%, 209 Flaschen
Die Whisky-Fabrik von Islays Ostküste überrascht immer wieder durch sehr unterschiedlich ausfallende Abfüllungen, von ungetorft und sanft bis hin zu echten Torf-Krachern ist praktisch alles vertreten. Diese Abfüllung zählt eher zur letzteren Sorte:
Nase: Da kokelt der Schinken noch kräftig, frisch aus der Räucherkammer.
Mund: Scharf, aber auch süß und extrem würzig.
Hals: Im Abgang lustigerweise viel sanfter als zunächst erwartet. Für einen CI trotzdem ein ganz schönes Brett.
Fazit: Interessantes Teil. Mit Wasser wird er total trüb, wie Ouzo.
Laphroaig 12 Jahre (1998-2010) mit 59,9%, 294 Flaschen
Im Zuge der Islay-Mania wird der Markt mit jungen Laffies geradezu überschwemmt, trotzdem ist selten was wirklich schlechtes dabei. Dieser ist keine Ausnahme und das genaue Gegenteil der oft eher süßlichen Originalabfüllungen:
Nase: Kräftig dumpf-fruchtiger Sherry, der den Torf schön überdeckt und einbindet.
Mund: Zum kauen schön. Dabei leicht säuerlich und eher beerig, ohne Wasser ziemlich scharf, was bei fast 60% auch kein Wunder ist.
Hals: Verbrannte Torfasche mit der ganzen Beerigkeit aus dem Mund und dem Sherry aus der Nase obendrauf.
Fazit: Sehr schön und so ganz anders als Triple Wood & Co.
Wieder einmal hat Maggie sehr schöne und außergewöhnliche Fässer ausfindig machen können. Im neuen Jahr sollen noch ein 15jähriger Tobermory sowie zwei Springbank von 1996 und 1997 dazu stoßen. Später im Jahr dann noch weitere Abfüllungen von Deanston(!), Aberlour, Arran und ein weiterer Caol Ila.
Grund genug, um endlich Mitglied zu werden, zumal der im letzten Beitrag erwähnte Glenlossie 1984 gerade 86 Punkte und eine Silbermedallie bei den Malt Maniac Awards 2010 erhalten hat!
Mitte des Jahres hatte ich schon einmal den Scotch Single Malt Circle, kurz SSMC, vorgestellt. Auf der Aquavitae in Essen Ende September hatten Maggie Miller und ihr Team schon mal die vier neuen Abfüllungen dabei, die den Mitgliedern dann Ende November im Advents-Newsletter vorgestellt wurden. Maggie hat es nicht nehmen lassen, mich mit Samples der Abfüllungen zu versorgen, die ich Euch hier gerne vorstellen möchte. Vielleicht habt Ihr ja noch etwas Weihnachtsgeld übrig :)
BenRiach 19 Jahre (1991-2010) mit 57,2%, 209 Flaschen
Ich muss vorausschicken, dass ich kein großer Fan der offiziellen BenRiach-Abfüllungen bin. Mir sind die alle zu langweilig, zu indifferent, zu alkoholisch. Dieser hier, im Ex-Bourbon-Fass gereift, ist ganz anders:
Nase: Etwas säuerlich, Stachelbeeren, Mirabellen, unreife Aprikosen.
Mund: Schön rund und warm, viel Malz und fruchtig süß.
Hals: Samtig-süße reife Aprikose, wenn auch eher mittellang.
Fazit: Der mit Abstand beste BenRiach den ich bisher hatte und eine deutliche Empfehlung für Euer Weihnachtsgeld!
Bunnahabhain 18 Jahre (1991-2010) mit 54%, 209 Flaschen
Wie bei dieser Destillerie nicht anders zu erwarten kommt die Abfüllung (deutlich erkennbar) aus einem Sherry-Fass und ist eher typisch ausgefallen, was in diesem Fall alles andere als schlecht ist:
Nase: Schön dumpfe Sherry-Frucht und viel trockene Eiche.
Mund: Warm, samtig und fast wie Glühwein.
Hals: Leicht säuerlich, eher dicker dunkler Fruchtsaft als Sherry und schön lang und rauchig.
Fazit: Wunderbar fruchtig, sehr lecker! Wem die Sherry-Bomben sonst zu holzig sind, der kann hier unbedenklich zuschlagen!
Caol Ila 11 Jahre (1999-2010) mit 58%, 209 Flaschen
Die Whisky-Fabrik von Islays Ostküste überrascht immer wieder durch sehr unterschiedlich ausfallende Abfüllungen, von ungetorft und sanft bis hin zu echten Torf-Krachern ist praktisch alles vertreten. Diese Abfüllung zählt eher zur letzteren Sorte:
Nase: Da kokelt der Schinken noch kräftig, frisch aus der Räucherkammer.
Mund: Scharf, aber auch süß und extrem würzig.
Hals: Im Abgang lustigerweise viel sanfter als zunächst erwartet. Für einen CI trotzdem ein ganz schönes Brett.
Fazit: Interessantes Teil. Mit Wasser wird er total trüb, wie Ouzo.
Laphroaig 12 Jahre (1998-2010) mit 59,9%, 294 Flaschen
Im Zuge der Islay-Mania wird der Markt mit jungen Laffies geradezu überschwemmt, trotzdem ist selten was wirklich schlechtes dabei. Dieser ist keine Ausnahme und das genaue Gegenteil der oft eher süßlichen Originalabfüllungen:
Nase: Kräftig dumpf-fruchtiger Sherry, der den Torf schön überdeckt und einbindet.
Mund: Zum kauen schön. Dabei leicht säuerlich und eher beerig, ohne Wasser ziemlich scharf, was bei fast 60% auch kein Wunder ist.
Hals: Verbrannte Torfasche mit der ganzen Beerigkeit aus dem Mund und dem Sherry aus der Nase obendrauf.
Fazit: Sehr schön und so ganz anders als Triple Wood & Co.
Wieder einmal hat Maggie sehr schöne und außergewöhnliche Fässer ausfindig machen können. Im neuen Jahr sollen noch ein 15jähriger Tobermory sowie zwei Springbank von 1996 und 1997 dazu stoßen. Später im Jahr dann noch weitere Abfüllungen von Deanston(!), Aberlour, Arran und ein weiterer Caol Ila.
Grund genug, um endlich Mitglied zu werden, zumal der im letzten Beitrag erwähnte Glenlossie 1984 gerade 86 Punkte und eine Silbermedallie bei den Malt Maniac Awards 2010 erhalten hat!
26. Dezember 2010
Wie jedes Jahr hat Manufactum, der Versender schöner Dinge, wieder einige Abfüllungen von Single Malt Whisky im Angebot, die vom deutschen Whisky-Papst Prof. Walter Schobert ausgesucht wurden:
- Bowmore 1998 (Destilliert 20.10.1998, abgefüllt Juli 2010), 62,6%
- Royal Brackla 1996 (Destilliert 12.06.1996, abgefüllt Juli 2010), 57,9%
- Linkwood 1999 (Destilliert 17.05.1999, abgefüllt Juli 2010), 59,2%
- Glen Grant 1997 (Destilliert 22.04.1997, abgefüllt Juli 2010), 56,1%
- Glenlivet 1995 (Destilliert 19.09.1995, abgefüllt Juli 2010), 58,5%
Leider bereits ausverkauft:
- Ben Nevis 1975 (Destilliert 22.12.1975, abgefüllt September 2010), 48,3%
Noch aus dem letzten Jahr erhältlich:
- Laphroaig 2001 (Destilliert 28.02.2001, abgefüllt September 2009), 58,8%
Dazu gibt es noch ein nettes Interview mit Walter Schobert als PDF-Download, in dem er ein wenig aus dem Nähkästchen plaudert und erzählt, wie er in seiner Jugend zum Single Malt gekommen ist. Viel Spaß beim Lesen!
Wie jedes Jahr hat Manufactum, der Versender schöner Dinge, wieder einige Abfüllungen von Single Malt Whisky im Angebot, die vom deutschen Whisky-Papst Prof. Walter Schobert ausgesucht wurden: Bowmore 1998 (Destilliert 20.10.1998, abgefüllt Juli 2010), 62,6% Royal Brackla 1996 (Destilliert 12.06.1996, abgefüllt Juli 2010), 57,9% Linkwood 1999 (Destilliert 17.05.1999, abgefüllt Juli 2010), 59,2% Glen Grant 1997 (Destilliert 22.04.1997, abgefüllt Juli 2010), 56,1% Glenlivet 1995 (Destilliert 19.09.1995, abgefüllt Juli 2010), 58,5% Leider bereits ausverkauft: Ben Nevis 1975 (Destilliert 22.12.1975, abgefüllt September 2010), 48,3% Noch aus dem letzten Jahr erhältlich: Laphroaig 2001 (Destilliert 28.02.2001, abgefüllt September 2009), 58,8% Dazu gibt es noch ein nettes Interview mit Walter Schobert als PDF-Download, in dem er ein wenig aus dem Nähkästchen plaudert und erzählt, wie er in seiner Jugend zum Single Malt gekommen ist. Viel Spaß beim Lesen!
19. Dezember 2010
Im letzten Jahr vor Weihnachten war es schon mal fast so weit, nun aber endgültig: Die Whiskyfanpage hat die Schallmauer von 10.000 Besuchen (Visits) im Monat* durchbrochen. Zum Jahresanfang fällt der Wert zwar immer wieder ein wenig ab, aber trotzdem ist das eine gewaltige Zahl, auf die ich stolz bin und für die ich Euch herzlich danken möchte!
* Gemessen mit Google Analytics, siehe auch Screenshot
Jedes Jahr klettern die Besucherzahlen kontinuierlich um 20-30 Prozent in die Höhe, was auch ein Beweis für die steigende Nachfrage nach dem Thema Single Malt Whisky in Deutschland ist. Interessant ist dabei auch der hohe Anteil an (neuen) Besuchern über die Suchmaschinen (rund 80%) sowie die über das Jahr sehr stark wechselnden Suchwörter. Mal wird nach einer gerade stattfindenden Messe gesucht, mal nach den neuesten Angeboten von LIDL oder ALDI. Deshalb streue ich auch immer mal wieder einen Bericht darüber ein, auch wenn das Urteil fast immer vernichtend ausfällt. Aber wie sagte schon mein Mathelehrer: „Die Masse macht’s“
Zu den 10.000 kommen übrigens noch weitere 3.000 für das Whiskyfanblog dazu. Auch hier steigt die Zahl im selben Verhältnis an und motiviert mich, das Projekt weiter zu führen. Das ist nicht immer leicht, denn es geht mehr (Frei-)Zeit dafür drauf als man im ersten Moment denkt. Selbst ein kurzer Artikel ist unter einer halben Stunde kaum zu verfassen und bei einem längeren braucht es Recherche, Fotos, Korrekturen, … da sind dann auch mal gerne zwei Stunden weg. Dazu gibt es immer wieder Anfragen, neue oder geänderte Links, und so weiter. Aber ich will nicht meckern – ich habe es schließlich so gewollt
Ich würde mich freuen, wenn Ihr mir auch nach nunmehr über acht Jahren weiterhin die Treue haltet.
Bis bald, Euer Josh
Im letzten Jahr vor Weihnachten war es schon mal fast so weit, nun aber endgültig: Die Whiskyfanpage hat die Schallmauer von 10.000 Besuchen (Visits) im Monat* durchbrochen. Zum Jahresanfang fällt der Wert zwar immer wieder ein wenig ab, aber trotzdem ist das eine gewaltige Zahl, auf die ich stolz bin und für die ich Euch herzlich danken möchte!
* Gemessen mit Google Analytics, siehe auch Screenshot
Jedes Jahr klettern die Besucherzahlen kontinuierlich um 20-30 Prozent in die Höhe, was auch ein Beweis für die steigende Nachfrage nach dem Thema Single Malt Whisky in Deutschland ist. Interessant ist dabei auch der hohe Anteil an (neuen) Besuchern über die Suchmaschinen (rund 80%) sowie die über das Jahr sehr stark wechselnden Suchwörter. Mal wird nach einer gerade stattfindenden Messe gesucht, mal nach den neuesten Angeboten von LIDL oder ALDI. Deshalb streue ich auch immer mal wieder einen Bericht darüber ein, auch wenn das Urteil fast immer vernichtend ausfällt. Aber wie sagte schon mein Mathelehrer: „Die Masse macht’s“ ;)
Zu den 10.000 kommen übrigens noch weitere 3.000 für das Whiskyfanblog dazu. Auch hier steigt die Zahl im selben Verhältnis an und motiviert mich, das Projekt weiter zu führen. Das ist nicht immer leicht, denn es geht mehr (Frei-)Zeit dafür drauf als man im ersten Moment denkt. Selbst ein kurzer Artikel ist unter einer halben Stunde kaum zu verfassen und bei einem längeren braucht es Recherche, Fotos, Korrekturen, … da sind dann auch mal gerne zwei Stunden weg. Dazu gibt es immer wieder Anfragen, neue oder geänderte Links, und so weiter. Aber ich will nicht meckern – ich habe es schließlich so gewollt :)
Ich würde mich freuen, wenn Ihr mir auch nach nunmehr über acht Jahren weiterhin die Treue haltet.
Bis bald, Euer Josh
15. Dezember 2010
Am Freitag den 26. November fand in Eppertshausen zwischen Darmstadt und Aschaffenburg der Bruichladdich Day mit Jim McEwan statt. Ausrichter waren die von vielen Messen bekannte Firma Whisky & Dreams des Laddiecollector René Arm.
Im Haus der Vereine am Bahnhof begrüßten einen gut hörbar drei Pipers, im Untergeschoss waren Bar und Verkaufsstand aufgebaut. Man konnte sich also schon mal gut aufwärmen und an den vielen Tischen gemütlich zusammen sitzen. Die Gästeschar war bunt gemischt, darunter viele bekannte Gesichter aus den einschlägigen Foren.
Die Veranstaltung war ausverkauft, was man spätestens beim im Obergeschoss an langen Tischen stattfindenden Master Class Tasting merkte. So viele Leute auf einem Haufen hatte Eppertshausen bestimmt schon lange nicht mehr gesehen
Nach einer kurzen Begrüßung durch René Arm legte sich Jim McEwan dann auch mächtig ins Zeug, packte seine bekannten Geschichten aus und sorgte für viele Lacher und gute Laune.
Zu Trinken gab es natürlich auch was: Den Anfang machte der junge (5-6yo) Organic aus eigens für Bruichladdich produzierter Bio-Gerste, gefolgt von der exklusiven 19yo Bourbon Cask Abfüllung für Whisky & Dreams, die es nur an diesem Abend zu kaufen gab. Ich habe mir natürlich eine Flasche (mit Unterschrift von Jim McEwan) gesichert.
Nach Zwischenspiel einer lokalen Band mit schottischen und irischen Liedern ging es weiter mit einem ebenfalls exklusiven 2003 Bruichladdich Port Cask mit 57,5%, selected by Jim McEwan for Whisky & Dreams gefolgt vom neuen 21yo Black Art 2 mit 50%. Die neue Edition fällt etwas süßer und weinlastiger aus als die erste, nicht jedermanns Sache, aber lecker.
Nach einer weiteren Musikalischen Einlage folgten dann die Abfüllungen für die Torfnasen: Port Charlotte An Turas Mor, ein Vatting (“Multi Vintage”) der bisherigen PCs mit 40ppm, und als Absch(l)uss der Octomore 3, ein 5yo mit 57,3%.
Nach so viel flüssigen Genüssen war Zeit für etwas Herzhaftes. Die Crew des Dead End Aschaffenburg war für das Catering zuständig und hatte leckere Vorspeisenteller, u.a. mit Blätterteig-Haggis-Pasteten, ein Ragout sowie Cranachan (Beerencreme mit Hafermehl) vorbereitet. Sehr überzeugend!
Danach kam der gemütliche Teil, die Bar bot wie bei Bruichladdich nicht anders zu erwarten genügend Auswahl. Probiert habe ich unter anderem einen der diversen Links, die Abfüllung vom Islay Festival 2009 sowie den Full Strength.
Dabei habe ich wieder mal festgestellt, dass mir Bruichladdich aus einem Bourbon Cask einfach besser schmeckt als die ganzen Weinfass-Finishes, von Dark Sherry (1986!) vielleicht mal abgesehen.
Ein sehr netter Abend, der gegen Mitternacht langsam zu Ende ging. Das Hotel war nicht weit, aber die Straßen glatt und am nächsten Morgen musste ich mein Auto erst mal von einer Menge Schnee und einer dicken Eisschicht befreien. Jim McEwan hatte es da deutlich einfacher, er kam stilecht im Land Rover Discovery und wurde zudem gefahren
Am Freitag den 26. November fand in Eppertshausen zwischen Darmstadt und Aschaffenburg der Bruichladdich Day mit Jim McEwan statt. Ausrichter waren die von vielen Messen bekannte Firma Whisky & Dreams des Laddiecollector René Arm. Im Haus der Vereine am Bahnhof begrüßten einen gut hörbar drei Pipers, im Untergeschoss waren Bar und Verkaufsstand aufgebaut. Man konnte sich also schon mal gut aufwärmen und an den vielen Tischen gemütlich zusammen sitzen. Die Gästeschar war bunt gemischt, darunter viele bekannte Gesichter aus den einschlägigen Foren. Die Veranstaltung war ausverkauft, was man spätestens beim im Obergeschoss an langen Tischen stattfindenden Master Class Tasting merkte. So viele Leute auf einem Haufen hatte Eppertshausen bestimmt schon lange nicht mehr gesehen ;) Nach einer kurzen Begrüßung durch René Arm legte sich Jim McEwan dann auch mächtig ins Zeug, packte seine bekannten Geschichten aus und sorgte für viele Lacher und gute Laune. Zu Trinken gab es natürlich auch was: Den Anfang machte der junge (5-6yo) Organic aus eigens für Bruichladdich produzierter Bio-Gerste, gefolgt von der exklusiven 19yo Bourbon Cask Abfüllung für Whisky & Dreams, die es nur an diesem Abend zu kaufen gab. Ich habe mir natürlich eine Flasche (mit Unterschrift von Jim McEwan) gesichert. Nach Zwischenspiel einer lokalen Band mit schottischen und irischen Liedern ging es weiter mit einem ebenfalls exklusiven 2003 Bruichladdich Port Cask mit 57,5%, selected by Jim McEwan for Whisky & Dreams gefolgt vom neuen 21yo Black Art 2 mit 50%. Die neue Edition fällt etwas süßer und weinlastiger aus als die erste, nicht jedermanns Sache, aber lecker. Nach einer weiteren Musikalischen Einlage folgten dann die Abfüllungen für die Torfnasen: Port Charlotte An Turas Mor, ein Vatting (“Multi Vintage”) der bisherigen PCs mit 40ppm, und als Absch(l)uss der Octomore 3, ein 5yo mit 57,3%. Nach so viel flüssigen Genüssen war Zeit für etwas Herzhaftes. Die Crew des Dead End Aschaffenburg war für das Catering zuständig und hatte leckere Vorspeisenteller, u.a. mit Blätterteig-Haggis-Pasteten, ein Ragout sowie Cranachan (Beerencreme mit Hafermehl) vorbereitet. Sehr überzeugend! Danach kam der gemütliche Teil, die Bar bot wie bei Bruichladdich nicht anders zu erwarten genügend Auswahl. Probiert habe ich unter anderem einen der diversen Links, die Abfüllung vom Islay Festival 2009 sowie den Full Strength. Dabei habe ich wieder mal festgestellt, dass mir Bruichladdich aus einem Bourbon Cask einfach besser schmeckt als die ganzen Weinfass-Finishes, von Dark Sherry (1986!) vielleicht mal abgesehen. Ein sehr netter Abend, der gegen Mitternacht langsam zu Ende ging. Das Hotel war nicht weit, aber die Straßen glatt und am nächsten Morgen musste ich mein Auto erst mal von einer Menge Schnee und einer dicken Eisschicht befreien. Jim McEwan hatte es da deutlich einfacher, er kam stilecht im Land Rover Discovery und wurde zudem gefahren :)
12. Dezember 2010