Heute, am 13. September 2009, wird die WHISKYFANPAGE sieben Jahre alt. Wieder mal Zeit für einen Rückblick auf das letzte Jahr.
So wahnsinnig viel gibt es eigentlich gar nicht zu erzählen, da ich mich schon seit einiger Zeit mehr auf das WHISKYFANBLOG konzentriere, das es in dieser Form nun auch schon gut dreieinhalb Jahre lang gibt. Natürlich werden immer wieder Infos ergänzt oder korrigiert, vor allem bei den Online-Shops kommen regelmäßig Seiten dazu (erkennbar an den kleinen roten NEU-Grafiken) und die Messetermine werden regelmäßig gepflegt.
Ergänzungen gab es auch bei der Seite Whisky regional, da es geradezu einen Boom von kleinen Brennereien in Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt. Leider kam dabei bisher nichts wirklich konkurrenzfähiges heraus, auch wenn die Destillate immer besser werden.
Optisch wurden einige Fotos ausgetauscht, meine Reise zum Islay Festival 2008 hatte doch einiges an Material ergeben. Auf der Seite Bilder und Berichte ergänze ich außerdem fortlaufend Fotos von Messen, Tastings, Highland Games und ähnlichen Events.
Seit Anfang 2009 bin ich außerdem auf Twitter aktiv, die aktuellen Updates sind unter anderem auch durch das Tweetboard am linken Rand von Blog und Page komfortabel erreichbar. Die Meldungen fließen außerdem auch in meine Facebook-Seite und Friendfeed-Profil ein. Es ist erstaunlich, wie viele interessante Köpfe aus der Whisky-Szene im letzten Jahr Twitter für sich entdeckt haben. Fast wöchentlich kommen neue Nutzer dazu und es entwickeln sich sehr interessante Dialoge mit Leuten im In- und Ausland, zu denen ich sonst kaum Kontakt gefunden hätte.
Zum Schluss noch ein paar Zahlen: Im letzten Jahr haben rund 60.000 Besucher (Visits) meine WHISKYFANPAGE aufgerufen und dabei fast 180.000 Seitenzugriffe (Page Views) generiert. Das entspricht einem Monatsdurchschnitt von über 5.000 Visits bzw. über 15.000 Page Views. Für das WHISKYFANBLOG lauten die Zahlen 16.500 Visits (rund 1400 pro Monat) und 31.000 Page Views (rund 2.600 pro Monat). Nochmal eine deutliche Steigerung gegenüber letztem Jahr, vor allem beim WHISKYFANBLOG mit mehr als der Hälfte.
Vielen Dank an alle Leser für Eure Treue und Euer Interesse!
Apropos Geburtstag: Auch Serge Valentins whiskyfun.com wurde dieses Jahr sieben Jahre alt und ist aus der Whiskyszene kaum mehr wegzudenken. Herzlichen Glückwunsch! Der Mannheimer Whiskystammtisch wurde zwar erst ein Jahr alt, hat sich dafür aber schon prächtig etabliert und trifft sich wieder am Freitag den 18. September ab 19:30 Uhr in der Algonquin Bar. Wer da keine Zeit hat, kann die Mitglieder und mich auch eine Woche später am 26. und 27. September auf der 1. Whiskymesse Rüsselsheim treffen. Man sieht sich!
13. September 2009
Nagelneu ist die Seite arrancollector.de, auf der Rechtsanwalt Jens Steinert aus Lichtenstein in Sachsen seine umfangreiche Arran-Sammlung vorstellt. Seit Ihrer Gründung hat diese Destillerie ja nichts unversucht gelassen, die Geldbörsen von Trinkern wie Sammlern durch immer neue Fass-Experimente zu strapazieren. Umso erstaunlicher, dass Jens Steinert es geschafft hat, eine mehr oder weniger vollständige Sammlung zusammenzutragen. Auf der Website stellt er die Destillerie vor, hält (was auch sonst als Anwalt) ein Plädoyer für Arran und stellt die Sammlung in Wort und Bild Video sowie als Excel-Liste vor. Ergänzt wird das Ganze durch eine Liebeserklärung an Schottland sowie Fotos seiner Urlaube im Land des Single Malts sowie Informationen und Bilder zu dem in seinem Keller regelmäßig abgehaltenen Sachsentasting.
Ebenfalls mit der Lizenz zum Geld drucken gesegnet ist Marcel van Gils, Zahnarzt in den Niederlanden. Unter laphroaigcollector.com findet sich eine mit den schönen Bildern von Hans Dillesse garnierte Seite mit vielfältigen Infos, darunter auch Hinweise auf verbreitete Fälschungen sowie die HRH Casks, Fässer der königlichen Famile, da der Lahproaig 15 Jahre bekanntlich der Lieblingswhisky von Prince Charles ist. Ein Fotoalbum der Destillerie rundet das Ganze ab. Wenn man sich mal daran gewöhnt hat, dass man sich auf der Seite einen Wolf scrollt, kann man dort einige Zeit verbringen und immer wieder etwas neues finden.
Sammler haben in der Whisky-Szene nicht immer den besten Ruf, da Ihre Sammelleidenschaft einen gewissen Teil zu der allgemeinen Preissteigerung beiträgt und viele durchaus zu recht der Meinung sind, dass Whisky zum Trinken und nicht zum Sammeln hergestellt wird. Nichtsdestotrotz finden sich gerade unter den Sammlern oft die wahren Insider, da sie wie besessen alle Infos zusammentragen und manchmal mehr über eine Brennerei wissen als deren aktuelle Mitarbeiter, geschweige denn die Marketingabteilungen der großen Konzerne. Wenn sie diese Infos dann noch in Form informativer Internetseiten an die Fangemeinde weitergeben kann man sich darüber eigentlich nur freuen.
06. September 2009
Zum inzwischen dritten Mal hat das Whisky-Forum derwhisky.de, in dem auch ich sehr aktiv bin, seinen Mitgliedern eine Eigenabfüllung angeboten. Nach einem Clynelish und einem Glen Spey handelt es sich im Jahr 2009 um ein Refill Sherry Fass der The Speyside Distillery, einer trotz Ihres Namens eher unbekannten Brennerei.
Das betreffende Fass war denn eigentlich auch für die Herstellung von Blended Scotch bestimmt, aber glücklicherweise konnte Albert Jänike von whisky24.net, Wirt des Einstein Husum sowie Betreiber und Admin des Forums, einen Teil davon abzweigen.
Die Eckdaten:
Destillerie: The Speyside Distillery
Destilliert am: 20.12.1995
Abgefüllt am: 27.07.2009
Fassnummer: 36 ((Refill Sherry Butt)
Alkoholstärke: 65,2%
Abgefüllt wurden nur 150 Flaschen!
Wie nicht anders zu erwarten handelt es sich dabei um einen klassischen Speysider mit allen Tugenden, durch die extreme Fassstärke von 65,2% wird er aber nie langweilig und lädt zum spielen mit Wasser ein. Schon die Farbe ist ein schönes, leicht dreckiges Gold mit vielen öligen Legs.
In der Nase ist er unverdünnt natürlich sehr beißend, aber auch unheimlich Fruchtig irgendwo zwischen Cranberrys, roten Johannis- und Stachelbeeren, dazu Zimt und Vanille. im Mund ist er warm und prickelnd fruchtig, fast wie Kir Royal (Sekt mit Cassis).
Im Hals offenbar er dann seine volle Wärme, die Frucht ist ebenso süß am Gaumen wie leicht säuerlich im Abgang und hinterlässt einen Nachgeschmack wie leicht karamellisiertes Johannisbeer-Baiser. Er verträgt natürlich viel Wasser, die spritzige Frucht wird dann zugunsten einer wohlig warmen Süße und Würze mit leichter Küchenkräuternote zurückgedrängt.
Eine tolle Abfüllung, die dank Fassstärke jeder auf seinen Geschmack hin verdünnen kann. Für 45 EUR bekommt man verdammt viel fürs Geld, allerdings nur Mitglieder des Forums. Derzeit sind noch rund 50 Flaschen verfügbar, also gebt Euch einen Ruck und meldet Euch an. Die Mitgliedschaft ist natürlich kostenlos und Ihr werdet viele bekannte Gesichter aus der Szene treffen, die sich auf einen Meinungsaustausch mit Euch freuen.
30. August 2009
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